Widgets Magazine
12:13 19 August 2019
SNA Radio
    Der Schreikranich, eine bedrohte Vogelart in Nordamerika

    USA lockern Artenschutz-Gesetz – Umweltschützer empört

    CC0
    Politik
    Zum Kurzlink
    19246

    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat umstrittene Änderungen an einem wichtigen Gesetz zum Schutz bedrohter Arten vorgenommen.

    Nach Ansicht von Kritikern ebnet dies den Weg dafür, dass wirtschaftliche Interessen Einfluss auf den Prozess gewinnen könnten. Die am Montag veröffentlichten Änderungen sollen im September in Kraft treten.

    Demnach sollen gefährdete Tier- und Pflanzenarten nicht mehr unmittelbar denselben Schutz bekommen wie bedrohte. Außerdem strich die Regierung Formulierungen aus dem Gesetz, nach denen wirtschaftliche Aspekte bei der Einstufung einer Art als bedroht keine Rolle spielen sollten.

    Umweltschützer kritisierten die Änderungen scharf. So warf die Organisation Sierra Club der Regierung vor, wirtschaftliche Interessen über wissenschaftliche Erkenntnisse zu stellen.

    Das Gesetz mit dem Titel „Endangered Species Act“ war 1973 von dem damaligen republikanischen Präsidenten Richard Nixon unterzeichnet worden. Viele republikanische Politiker stören sich seit längerem daran, weil es aus ihrer Sicht zu viele Regulierungen enthält.

    Umweltschützer feiern es dagegen als Erfolg, weil es das Aussterben etlicher Arten verhindert habe. Derzeit listet die Behörde „Fish and Wildlife Service“ mehr als 2000 Tier- und Pflanzenarten in den USA als bedroht oder gefährdet auf.

    msch/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Tierwelt, Umwelt, Umweltschutz, USA, Artenschutz, Tierschutz