17:49 09 Juli 2020
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    Am 1. September endet die Bewerbungsfrist um den SPD-Parteivorsitz. Die Kandidatenliste füllt sich, doch bislang gab es wenige prominente Bewerber aus den Reihen der Sozialdemokraten. Das hat sich jetzt geändert: SPD-Vize Ralf Stegner und die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan wollen als Duo die Partei anführen.

    Es ist ein Paukenschlag im politischen Berlin: Die Sozialdemokraten Gesine Schwan und Ralf Stegner haben ihre Kandidatur für den SPD-Vorsitz angemeldet. Wie „Der Spiegel“ berichtet, wurde diese Neuigkeit aus Parteikreisen bekannt. Demnach haben die beiden ihre Entscheidung den drei Kommissarischen Vorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel mitgeteilt, am Freitag soll es eine offizielle Stellungnahme geben.

    Ein Duo mit Erfahrung…

    Gesine Schwan, die 2004 und 2009 für das Amt der Bundespräsidentin kandidierte, hatte hinter den Kulissen anscheinend seit längerem ihre Chancen und mögliche Partner für eine Bewerbung auf das Spitzenamt ausgelotet. Vor einigen Wochen gab es bereits Gerüchte, die 76-Jährige wolle zusammen mit Juso-Chef Kevin Kühnert antreten. Doch nun erklärte sich wohl der Bundestagsabgeordnete und SPD-Vize Ralf Stegner dazu bereit.

    Mit Stegner tritt nun der erste SPD-Politiker aus der erweiterten Führungsriege in die Arena. Der 59-Jährige hatte Ende März nach zwölf Jahren den Vorsitz des Landesverbandes Schleswig-Holstein aufgegeben. Stegner gilt als Vertreter des linken Parteiflügels innerhalb der SPD, immer wieder kritisierte er auch den Fortbestand der GroKo, fügte sich aber der damaligen Mitgliederbefragung.

    ​Konkurrenz bekommen Schwan und Stegner von dem ebenfalls eher politisch links einzuordnenden Spitzen-Duo aus Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Umweltpolitikerin Nina Scheer. Ebenfalls ihren Hut in den Ring geworfen hatte das Gespann aus Europa-Staatsminister Michael Roth und der ehemaligen NRW-Familienministerin Christina Kampmann. Hinzu kommt das Bewerber-Duo Simone Lange und Alexander Ahrens, sie ist Oberbürgermeisterin von Flensburg, er von Bautzen. Weiteren Einzelkandidaten werden dagegen wenig Chancen eingeräumt.

    Noch bis um 1. September haben Interessenten Gelegenheit, ihre Bewerbung einzureichen. Anschließend stellen sich die Kandidaten auf 23 Regionalkonferenzen bundesweit der SPD-Basis. Eine endgültige Entscheidung soll dann voraussichtlich auf dem SPD-Bundesparteitag am 22./23. November im Leipzig fallen.

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    Groko, SPD, Ralf Stegner