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    Proteste in Hongkong am 03. August 2019

    Situation in Hongkong: China spricht von „Farbrevolution“

    © REUTERS / TYRONE SIU
    Politik
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    Die Situation in Hongkong kann laut dem chinesischen Botschafter in Russland, Zhang Hanhui, als eine „Farbrevolution“ bezeichnet werden, die der Westen zur Zügelung Chinas zu realisieren versucht. Eine solche Erklärung hatte der Diplomat gegenüber den Medien gemacht.

    „Ich möchte sagen, dass dies eine Art ‚Farbrevolution‘ ist. Hier - hinter den Kulissen – walten und schalten gewisse Kräfte des Westens, dies ist offensichtlich. Sie wollen den Grundsatz ‚ein Land – zwei Systeme‘ unterminieren, um Schwierigkeiten für die Entwicklung Chinas zu schaffen. Hongkong – das ist ein chinesisches Hongkong, kein amerikanisches, kein englisches Hongkong. Wir werden Fremden nicht erlauben, ihre Nase in unsere Angelegenheiten zu stecken“, unterstrich der Diplomat. Er ergänzte, dass die Kräfte des Westens selbst „was abkriegen werden“, sollten sie mit der Einmischung nicht aufhören.

    Zuvor war bekannt geworden, dass China den Antrag der USA nicht genehmigt hatte, dass zwei Schiffe der US-Marine den Hafen von Hongkong anlaufen. Davor hatte China an das mit Hongkong benachbarte Shēnzhèn eine Riesenmenge von Militärtechnik der bewaffneten Volkspolizei verlegt. Nach offizieller Version sei die Militärtechnik zur Durchführung von Großmanövern verlegt worden.

    Am 12. August hatte der offizielle Sprecher des Büros für Hongkong- und Macao-Angelegenheiten beim Staatsrat Chinas, Yang Guang, erklärt, dass während der Ausschreitungen in Hongkong erste „Anzeichen des Terrorismus“ zu sehen wären.

    Am 1. Juli hatten die Teilnehmer der Protestaktionen in Hongkong das Parlament vollständig unter Kontrolle genommen. Später hatte die Polizei das Gebäude von ihnen befreit. Die Proteste begannen am Tag des 22. Jahrestages der Übergabe der Hoheit über Hongkong – die ehemalige britische Kolonie - an China.

    Im Juni hatten sich über eine Million Einwohner von Hongkong an Massenprotesten wegen der Pläne der Regierung beteiligt, ein Abkommen über die Auslieferung mit China, Taiwan und Macao zu unterzeichnen. Am 15. Juni stoppten die Behörden die Erörterung des Projektes vorübergehend. Drei Tage später trat die Regierungschefin von Hongkong Carrie Lam mit Entschuldigungen vor ihre Bürger und versicherte ihnen, dass geplant sei, nur diejenigen auszuliefern, die an Morden und Vergewaltigungen beteiligt waren.

    Hongkong war von 1842 bis 1997 eine britische Kolonie. Aktuell gehört es nun als eine Sonderverwaltungszone zu China.

    ek/mt

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    Tags:
    Sonderverwaltungszone, Massenproteste, Auslieferung, Zügelung, USA, Büro für Hongkong- und Macao-Angelegenheiten beim Staatsrat Chinas, Hongkong, China