07:41 03 April 2020
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    Warschau plant eine deutliche Erhöhung der Durchleitungsgebühren für russisches Gas, das über die Fernleitung Jamal-Westeuropa unter anderem durch polnisches Territorium gepumpt wird. Das erklärte Piotr Naimski, bevollmächtigter Vertreter der polnischen Regierung für Energie-Infrastruktur, am Mittwoch in der polnischen Hauptstadt.

    Sein Land pumpe durch sein Territorium etwa 30 Milliarden Kubikmeter Gas nach Deutschland. Die Erhaltung derartiger Transitmengen sei eine Frage des Business, sagte er.

    „Gewaltige Gasmengen werden zurzeit via Polen im Grunde genommen gratis transportiert. 21 Millionen Zloty (knapp 4,8 Euro) gegenüber Milliarden Kubikmeter, die über eine 660 Kilometer lange Strecke gepumpt werden, - das ist nichts“, betonte Naimski.

    Transitvertrag kurz vor Ablaufen

    Der Transitvertrag zwischen Polen und Russland erlischt im Mai 2020. Im Juni hatte Gazprom-Vizevorstandschefin Jelena Burmistrowa, CEO der Exporttochter Gazprom Export, mitgeteilt, dass über den Gastransit verhandelt wird, bislang aber ohne greifbares Ergebnis.

    Auktionen geplant

    Zuvor hatte Naimski gesagt, dass Polen nach dem Auslaufen des Transitvertrages bei der Nutzung von Pipelines nach EU-Regeln handeln wird: Kapazitäten der Gasleitung auf polnischem Gebiet würden bei einer Auktion versteigert.

    ek/am/mt

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    Tags:
    Jelena Burmistrowa, Gazprom Export, Jamal-Europa, Gastransit, Polen