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19:52 17 Oktober 2019
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    SPD-Politiker Ralf Stegner (Archivbild)

    SPD-Kandidaten Schwan und Stegner: Was trauen ihnen die Genossen zu? Was sagen andere Parteien?

    © AP Photo / Philipp Guelland
    Politik
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    Die Kandidatensuche der SPD geht in den Endspurt: Noch zwei Wochen haben die Willigen und Mutigen Zeit, ihre Kandidatur für den Parteivorsitz anzumelden. Das neuste Bewerberpaar für die Doppelspitze heißt Gesine Schwan und Ralf Stegner. Statt erleichtertem Aufatmen ernten die Beiden jedoch viel Unmut und Spott – auch aus den eigenen Reihen.

    Aus den vorderen Reihen wollte bei den Sozialdemokraten niemand so richtig, zu wacklig und unattraktiv scheint dieser Tage der altehrwürdige Stuhl an der Parteispitze zu sein. Das hatte auch Andrea Nahles feststellen müssen. Einige Wagemutige haben inzwischen aber allen Bedenken zum Trotz ihren Hut in den Ring geworfen. Neben Einzelkandidaturen von Robert Maier, Vize-Präsident des SPD-Wirtschaftsforums, und dem SPD-Urgestein und ehemaligen Bundestagsabgeordneten Hans Wallow, haben sich auch mehrere Paarkandidaturen, wie sie für die Erneuerung der Altpartei favorisiert werden, zu Wort gemeldet. Michael Roth geht mit Christina Kampmann ins Rennen, Karl Lauterbach kommt in Begleitung von Nina Scheer, und Simone Lange will es mit Alexander Ahrens versuchen. So richtig gezündet hat beim SPD-internen Casting noch keine der Kandidaturen.

    Dafür sorgt die neuste Paar-Meldung für jede Menge Gesprächsstoff innerhalb und außerhalb der Partei. Mit Gesine Schwan (76) und Ralf Stegner (59) sind zwei erfahrene, dem linken Flügel der Partei zuzuordnende Politiker angetreten, die SPD aus ihrem historischen Tief zu ziehen. In der tief gespaltenen Partei dauerte es nicht lange, bis sich die ersten Kritiker und Spötter zu Wort meldeten.

    So machte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil am Mittwochabend auf der Veranstaltung „Auf ein Wort mit Stephan Weil“ unmissverständlich klar, dass das Bewerber-Duo nicht auf seine Unterstützung zählen kann:

    „Ich mache jedenfalls keinen Hehl daraus, dass Ralf Stegner und Gesine Schwan meine Stimme nicht bekommen werden“, so Weil.

    Auch auf Twitter bestimmten Schwan und Stegner tagelang die Trends. Er sei gespannt, wen Schwan als nächstes aus dem Rennen nehmen werde, witzelt Parteikollege Johannes Kahrs.

    ​Auch Paul Ziemiak, Generalsekretär des Koalitionspartners CDU, entdeckt anlässlich der Kandidatur von Gesine Schwan und Ralf Stegner seine komödiantische Seite:

    ​Damit stößt der CDU-Politiker eine parteienübergreifende Debatte an. „Sehr halbstark“ findet SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil diese Wortmeldung.

    ​Grünen-Abgeordneter Sven Kindler wundert sich über Ziemiaks Niveau…

    ​Und Wulf Gallert (Linke) stellt alternative Was-wäre-wenn-Überlegungen an.

    ​Aber zurück zum eigentlichen Thema. Für die AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch würde das Bewerber-Duo das Ende seiner Partei besiegeln.

    ​Der Job sei altersgerecht, denn er sei bis zur nächsten Wahl befristet, frotzelt die „ZDF Heute-Show“.

    ​Die Kollegen von „Extra 3“ twittern derweil munter zur „Plakatkampagne“ von Ralf Stegner:

    ​Und was sagen die Kandidaten selbst? Ralf Stegner:

    ​Schaut man auf die Twitter-Seite von Gesine Schwan, so findet man zuoberst einen Retweet eines DLF-Beitrags vom Februar 2018, in dem sich Schwan zur Frage der Parteispitze geäußert hatte:

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    Parteivorsitz, Andrea Nahles, SPD, Ralf Stegner