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07:42 12 November 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Noch immer kein Friedensabschluss mit Japan – Lawrow kommentiert Langzeit-Problem

    © Sputnik / Ilya Pitalev
    Politik
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    Der Abschluss eines Friedensvertrages mit Japan wird noch immer durch die Weigerung Tokios verhindert, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges in Bezug auf die Zugehörigkeit der Kurilen anzuerkennen. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow beim gesamtrussischen Jugendforum „Territorium der Sinne“.

    „Alles stößt immer noch auf die Weigerung unserer japanischen Kollegen, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges anzuerkennen, womit die Unterzeichnung des Friedensvertrags hintertrieben wird“, so Lawrow. Er glaube jedoch nicht, dass die Situation ausweglos sei.

    „Wir lassen uns von den Aufträgen leiten, die der Präsident uns aufgrund der Ergebnisse seiner Verhandlungen mit dem japanischen Premier erteilt. Die Aufträge orientieren uns darauf, die Beziehungen mit Japan in allen Bereichen fortzusetzen“, sagte der Minister.

    Ihm zufolge müsse Moskau wissen, inwieweit Japan in seiner Außenpolitik und in Sicherheitsfragen unabhängig sei, ziehe man seine starke Abhängigkeit von den USA in Betracht. Der Minister erwähnte in diesem Zusammenhang den Vertrag über das militärpolitische Bündnis aus dem Jahr 1960, das „sich in der materiellen und sehr weit gehenden Präsenz der USA auf den japanischen Inseln manifestiert“.

    „Wir können nicht die Augen davor verschließen, dass Japan in all den Fragen, die einen prinzipiellen Charakter haben und in der Uno Differenzen verursachen, zusammen mit den USA gegen Russland auftritt. Wir können auch nicht die Augen davor verschließen, dass Japan sich unrechtmäßigen einseitigen Sanktionen angeschlossen hat – wenn auch in einer verkürzten Form -, die der Westen gegen die Russische Föderation verhängt hat, vor allem aus dem Grund, weil wir unsere Landsleute auf der Krim in Schutz genommen hatten“, so Lawrow.

    Die Position Moskaus im Gebietsstreit mit Japan besteht darin, dass die Südkurilen im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges zum Bestandteil der UdSSR geworden sind und die russische Souveränität über diese Inseln völkerrechtlich unanfechtbar ist.

    Die Zugehörigkeit der Inseln zur UdSSR ist in einem entsprechenden sowjetisch-japanischen Vertrag festgehalten. Tokio macht seinen Abschluss des Friedensvertrages mit Russland von der Rückgabe der Südkurilen abhängig. Moskau geht davon aus, dass die Souveränität Russlands über die vier Inseln unumstritten ist.

    ls/mt

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    Tags:
    Friedensverhandlungen, Friedensvereinbarung, Friedensvertrag, Friedensplan, Frieden, Kriegsfall, Krieg, USA, Sergej Lawrow, Japan, Russland