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    Die Behörden von Gibraltar in dem britischen Überseegebiet haben am Donnerstag den im Juli festgesetzten iranischen Öltanker „Grace 1“ freigelassen. Das teilte die Zeitung „Gibraltar Chronicle“ mit.

    Es sei aber zunächst unklar, ob das Schiff sofort in See stechen könne.

    Wie es heißt, ging die Bitte der USA, die Freilassung des Schiffes zu verhindern, dieser Entscheidung voraus.  

    Laut Medienberichten hat das US-Justizministerium bei der Regierung Gibraltars beantragt, den Tanker wegen einer Reihe von Vorwürfen zu beschlagnahmen. Eine gerichtliche Prüfung dessen stehe noch aus.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Sun“ unter Berufung auf eine dem Regierungschef von Gibraltar, Fabian Picardo, nahe stehende Quelle mitgeteilt, dass der vor etwa sechs Wochen festgesetzten Öltanker am Donnerstag freigelassen werden könne.

    Festhalten des iranischen Öltankers „Grace 1“

    Am 19. Juli hatte ein Gericht beschlossen, das Festhalten des iranischen Öltankers „Grace 1“ um 30 Tage zu verlängern. Wenige Tage zuvor hatte die Polizei von Gibraltar vier Crewmitglieder der „Grace 1“ gegen Kaution freigelassen.

    Am 4. Juli hatten die Behörden in Gibraltar und die britische Marine den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen an Syrien festgesetzt. Dem Tanker wurde vorgeworfen, gegen die europäischen Sanktionen gegen Syrien verstoßen zu haben. Die EU stellt seit 2011 Öllieferungen an Syrien unter Strafe. Das Öl in dem Schiff soll aus dem Iran stammen, was wiederum die US-Sanktionen gegen die Islamische Republik verletzen würde.

    Der Iran wies den Verdacht von sich und bezeichnete das Vorgehen der britischen Behörden als „Piraterie“.

    ns/mt

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    Tags:
    Freilassung, Tanker, Fabian Picardo, The Sun, Gibraltar Chronicle, Gibraltar, Großbritannien, Iran