17:37 24 Januar 2020
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    Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ versucht haben, die Wahl des früheren Bundesaußenministers Sigmar Gabriel zum neuen Chef der Atlantik-Brücke zu verhindern.

    Grenell soll demzufolge im Juni vergangenen Jahres bei der deutsch-amerikanischen Lobbyorganisation persönlich interveniert haben, um sein Missachten von Gabriels Personalie zu bekunden.

    Der Botschafter wollte den Vorgang auf Anfrage des Spiegels nicht kommentieren.

    Gabriel, der als Vorsitzender auf Friedrich Merz (CDU) folgt, äußerte gegenüber dem Nachrichtenmagazin sein Bedauern darüber, dass Grenell nicht zu einer Verbesserung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses beitrage.

    „Wir bräuchten eigentlich einen amerikanischen Botschafter, der vermittelt, der den Amerikanern, auch wenn er unsere Position nicht teilt, erklärt, warum wir so ticken“, so der SPD-Politiker.

    Die USA hatten zuvor ihre Kritik an Deutschland wegen seiner Verteidigungsausgaben verschärft und mit einem teilweisen Truppenabzug gedroht. Grenell bemängelte in diesem Zusammenhang, dass die Deutschen „ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden”.

    Die aktuell angestrebten Verteidigungsausgaben Deutschlands liegen bei 1,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und somit weit unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent.

    jeg/ae

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    Tags:
    Sigmar Gabriel, Richard Grenell, Deutschland, USA