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09:12 19 September 2019
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    Ein Schneesturm in Russland (Archivbild)

    Atomkrieg zwischen Russland und USA: Zehn Jahre langer dunkler Winter als Folge

    © Sputnik / Sergej Krasnoukhow
    Politik
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    Ein groß angelegter Atomkrieg zwischen den USA und Russland würde einen dunklen und kalten Winter nach sich ziehen, der etwa zehn Jahre dauern wird. Zu diesem Schluss gelangten Experten der Rutgers University in New Jersey und ihre Kollegen aus anderen US-Forschungseinrichtungen in ihrer jüngsten Studie.

    Für ihr Modell wandten die Forscher ein neues Schema an, das sich durch höhere Präzision auszeichnet, berichtet die „Daily Mail“ (Samstag) in ihrer Onlineausgabe. Zudem wurden Daten für Höhen von bis zu 140 Kilometern über der Erdoberfläche errechnet, was um 60 Kilometer höher ist als in einem früheren, von der US-Raumfahrtbehörde Nasa erstellten Modell.

    „Infolge der durch den Einsatz von Atomwaffen verursachten Brände dürften etwa 147 Millionen Tonnen Ruß in die Atmosphäre freigesetzt werden, den stratosphärische Winde über die ganze Erdkugel verteilen werden und der die Sonne verhüllen wird“, zitierte das Blatt aus der Studie.

    Rus wird ganze Erde verdunkeln

    Berechnungen zufolge bräuchte die Atmosphäre etwa sieben Jahre, um den Ruß halbwegs loszuwerden. Normale Lichtwerte dürften dann frühestens in drei Jahren wiederhergestellt werden. Der Ruß-Mantel würde die Erdoberfläche um etwa acht Grad Celsius abkühlen. Niedrigere Temperaturen würden im Laufe von ungefähr vier Jahren anhalten. Insgesamt dauere es bis zu zehn Jahren, bis die durchschnittliche Temperatur ihre Vorkriegswerte wieder erreicht, hieß es.

    Die Schlussfolgerungen der Wissenschaftler stimmen mit Erkenntnissen früherer Studien überein, zum Beispiel des 2007 vorgelegten Berichts des Goddard-Instituts für Weltraumforschung bei der Nasa. Aber laut neuem Modell dürfte sich die Rußschicht um die Erde schneller auflösen. Ansonsten bleibe die Reaktion des Klimas auf die nukleare Einwirkung im Grunde genommen wie in früheren Studien.

    Den Angaben zufolge würde der Atomkrieg zu stärkeren Regenfällen in globalem Maßstab und zu stärkeren Windböen um den Nordpol führen. Der letztere Umstand dürfte sich vor allem in der Arktis und im Norden Eurasiens stark auf das Klima auswirken.

    Nukleare Abrüstung tut not

    „Eine groß angelegte nukleare Attacke käme für das Angriffsland dem Selbstmord gleich (…). Der Einsatz von Atomwaffen durch die Vereinigten Staaten und Russland würde katastrophale Folgen für die ganze Welt haben."

    Zudem seien ein Abbau der Atomarsenale und – wenn möglich – die Abrüstung aller Länder erforderlich, die Kernwaffen besitzen, betonen die Experten.

    am/sb

     

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    Tags:
    Daily Mail, Studie, Experten, Folgen, Atomkrieg, Russland, USA