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    Kroatische Diplomatin sorgt mit rassistischen Äußerungen in Berlin für Skandal

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    Politik
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    Von einer Ersten Sekretärin der kroatischen Botschaft in Berlin im Zusammenhang mit den „Mittelmeer-Flüchtlingen“ im Internet getätigte rassistische Äußerungen haben in Kroatien erheblichen Unmut hervorgerufen, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Sonntag.

    Die Diplomatin Elizabeta Madjarevic, die ihren Posten in Bundeshauptstadt seit Anfang dieses Jahres inne hat, in der vergangenen Woche Fotos von der kroatischen Adriaküste auf ihrer Facebook-Seite gepostet. Aufregung lösten dabei die englischen Worte aus, die unter den Fotos prangten:

    „Reines und authentisches Europa. Nur weiße Europäer, so wie es vor noch 30 Jahren in ganz Europa der Fall war.“

    Darüber hatte zunächst das Nachrichtenportal „index.hr“ berichtet.

    Das kroatische Außenministerium distanzierte sich aufs Schärfste von den Worten der Diplomatin und bestellte sie zu einem Gespräch ins Ministerium in Zagreb ein. Der Fall erhält dadurch zusätzliche Brisanz, dass Kroatien zu Beginn des nächsten Jahres den Ratsvorsitz in der EU übernimmt. 

    Zunächst hatte Madjarevic ihren Beitrag damit verteidigt, dass ihr als Privatperson freie Meinungsäußerung zustehen würde.

    Am vergangenen Samstag behauptete sie schließlich, dass ihre Facebook-Seite von Unbekannten gehackt worden sei. Laut dem „index.hr“ hatte die kroatische Diplomatin jedoch schon seit längerer Zeit auf verschiedenen Internet-Plattformen ultra-rechte, homophobe und fremdenfeindliche Ansichten veröffentlicht. 

    Unter anderem beschimpfte Madjarevic die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wegen deren Mitteilung, dass der Islam zu Deutschland gehöre, bescheinigte sie ihr einen „Mangel an eigener Kultur“.

    wma/ae/dpa

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    Tags:
    Flüchtlinge, Migranten, Afrika, Berlin, Deutschland, Kroatien