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    Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow (Archivbild)

    „Radioaktive Wolke“ bei Archangelsk? Kreml äußert sich zu „absurden Informationen”

    © Sputnik / Ilya Pitalyow
    Politik
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat Berichte über eine „radioaktive Wolke“ nach dem Zwischenfall in der Region Archangelsk kommentiert.

    Zuvor hatte die Zeitung „Wall Street Journal“ unter Berufung auf den Ausführenden Sekretär der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen, Lassina Zerbo, berichtet, dass zwei russische Stationen zur Strahlenüberwachung in Dubna und Kirow nach der Explosion in der Region Archangelsk aufgehört hätten, Angaben zu übertragen. Demnach wurde der Kontakt zwei Tage nach der Havarie verloren. Darüber hinaus postete Zerbo bei Twitter eine interaktive Karte, die zeigt, wie sich angeblich eine Explosionswolke ausweiten könnte.

    „Die Karte, wie sich eine radioaktive Wolke nach der Havarie ausweiten könnte. Schon allein die Formulierung ist ziemlich absurd. (…) Ich schlage euch vor, sich auf eine Erklärung des Staatschefs zu orientieren“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Er verwies auf die gestrige Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, wonach „es keine Gefahr gibt“. „Alle Behörden arbeiten, um keine Gefahr für die Bürger Russlands in Bezug auf diese nicht planmäßige Situation zuzulassen“, versicherte der Kreml-Sprecher.

    Laut seinen Aussagen weiß er nicht, wer für die eingangs bereits erwähnten Stationen zuständig sei und warum diese Stationen die einen oder die anderen Angaben übergeben oder nicht übergeben würden, aber er betonte, dass der Präsident die notwendigen Informationen erhalte.

    „Der Staatschef bekommt die Informationen darüber, was dort passiert. Was die Arbeit der Stationen angeht, so liegen sie außer unserer Kompetenz“, erläuterte Peskow.

    „Wir haben entsprechende Behörden, die sich damit beschäftigen und die Funktionsfähigkeit dieser Stationen gewährleisten. Es gibt keine Zweifel, dass sie ihre Funktionen im pflichtgemäßen Umfang erfüllen.“

    Explosion im Gebiet Archangelsk

    Am 8. August hatte sich auf dem Versuchsgelände des Verteidigungsministeriums im Gebiet Archangelsk beim Testen eines Flüssigkeitsantriebssystems eine Explosion mit nachfolgender Entflammung ereignet. Rosatom teilte den Tod von fünf seinen Mitarbeitern mit. Es handelt sich um Mitarbeiter des Russischen Föderalen Kernenergiezentrums und des Allrussischen wissenschaftlichen Forschungsinstituts für experimentelle Physik (RFJaZ-WNIIEPh). Sowohl das Verteidigungsministerium als auch lokale Behörden teilten mit, dass das Niveau der Hintergrundstrahlung in Ordnung sei.

    ak/mt/sna

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    Tags:
    Archangelsk, Explosion, Dmitri Peskow, Kreml, Russland