04:46 17 Februar 2020
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    Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe Deutschland scharf kritisiert und sich für eine Stationierung weiterer US-Soldaten im Land ausgesprochen.

    Seiner Auffassung nach gibt Berlin zu wenig Geld für Verteidigung aus.

    Kritik an Deutschland

    „Ich würde nicht sagen, dass Deutschland ein Trittbrettfahrer ist, aber seine Beiträge entsprechen nicht den Verpflichtungen. Deutschland sollte seine Verteidigungsausgaben schneller erhöhen“, sagte der Politiker.

    Er verwies darauf, dass sich die Nato-Staaten verpflichtet hätten, mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben: „Daran sollte sich jeder halten.“

    Diskussion um Reparationszahlungen

    Erneut forderte Polen Reparationszahlungen von Berlin:

    „Polen hat von Deutschland bis heute keine angemessene Kompensation für die Gräueltaten des Zweiten Weltkrieges bekommen.“

    Er betonte dabei, dass sein Land im Zweiten Weltkrieg sechs Millionen Menschen verloren hätte, „weit mehr als andere Staaten, die umfangreiche Reparationszahlungen erhalten haben“. Ihm zufolge ist das nicht fair und darf nicht so bleiben.

    Neue Nato-Basis?

    Unter anderem sprach sich der polnische Ministerpräsident für eine Stationierung weiterer US-Soldaten in Polen aus – ohne allerdings die amerikanische Präsenz in Deutschland zu verringern. Dabei plädierte er für einen neuen Nato-Stützpunkt in Polen.

    „Das ist keine Entweder-Oder-Frage. Wir brauchen den Nato-Stützpunkt in Ramstein – und wir brauchen eine neue, dauerhafte Nato-Basis in Polen“, sagte er wörtlich.

    ak/sb

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