12:58 05 Juni 2020
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    Am Donnerstag hat sich das Parlament der selbsternannten Republik Kosovo selbst aufgelöst. Dafür stimmte die Mehrheit der Abgeordneten – 89 Voten mit nur zwei Gegenstimmen.

    Damit ist der Weg für Neuwahlen in dem Land frei. Als wahrscheinlicher Wahltermin gilt der 6. Oktober.

    Die Parlamentsabstimmung erfolgt knapp einen Monat nach dem Rücktritt von Ramush Haradinaj, der seit 2017 Ministerpräsident des Kosovos war. Als Grund dafür nannte er eine bevorstehende Befragung durch den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

    Haradinaj werden Kriegsverbrechen an der serbischen Bevölkerung während des Kosovo-Kriegs 1999 angelastet. Er war in der Zeit des Albaneraufstands in der damaligen serbischen Provinz ein regionaler Kommandeur der Kosovo-Befreiungsarmee UCK, einer für die Unabhängigkeit des Kosovos kämpfenden paramilitärischen Organisation.

    Unabhängigkeit Kosovos

    Im Jahr 2004 hatten die im Kosovo lebenden Albaner Pogrome angestiftet und die ansässigen Serben gezwungen, dieses Territorium zu verlassen. Vier Jahre später verkündete die Region ihre Unabhängigkeit von Serbien.

    Die selbsterklärte Republik setzte im Jahr 2010 vor dem Internationalen Gerichtshof der Uno ihre Anerkennung durch. Dabei ist der Kosovo von 60 Ländern, darunter von Russland, China, Griechenland, Spanien und Israel, nicht anerkannt worden. Indes steigen die Spannungen zwischen dem Land und Serbien. Die USA sowie mehrere ihrer Verbündeten fordern eine weitgehende Anerkennung des Kosovo.

    msch/mt/dpa

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    Parlamentsauflösung, Auflösung, Parlament, Albanien, Serbien, Balkan, Kosovo