10:52 19 November 2019
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    Migranten an Bord des Schiffs Ocean Viking

    Europa nimmt Flüchtlinge von „Ocean Viking“ auf – Maltas Regierungschef

    © REUTERS / MSF
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    Nach Verhandlungen mit der EU-Kommission, Frankreich und Deutschland hat Malta eine Lösung für das Rettungsschiff „Ocean Viking“ mit 356 Migranten an Bord präsentiert.

    Nach zwei Wochen Blockade werde Malta die Menschen erst einmal aufnehmen, bevor alle auf andere EU-Staaten verteilt werden, twitterte Maltas Regierungschef Joseph Muscat am Freitag. Die Migranten würden nun auf Militärschiffe umsteigen und dann an Land gebracht.

    Die Migranten sollten auf Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, Portugal und Rumänien verteilt werden. „Keiner wird in Malta bleiben“, betonte Muscat. 

    ​Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen hatte die Menschen vor zwei Wochen vor der Küste Libyens gerettet. Zuletzt hatte die Besatzung Alarm geschlagen, dass die Essensvorräte zuende gingen.

    Das „unnötige Leiden“ habe nun ein Ende, erklärte Ärzte ohne Grenzen nach Bekanntwerden der Lösung. „Während einige EU-Staaten endlich mit Menschlichkeit auf diese humanitäre Katastrophe im Mittelmeer antworten, braucht es nun einen vorhersehbaren Verteilmechanismus.

    Immer wieder waren Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen teils wochenlang auf dem Meer blockiert. Die scheidende populistische Regierung in Italien und vor allem der rechte Innenminister Matteo Salvini hatte die Häfen des Landes weitgehend für die Schiffe geschlossen.

    Zuletzt hatte sich Malta mehrmals bereiterklärt, Migranten zunächst aufzunehmen, bis sie dann alle auf andere Staaten verteilt sind.

    msch/dpa

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