10:54 19 November 2019
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    Grönland (Symbolbild)

    USA wollen Konsulat in Grönland eröffnen

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    Politik
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    Das US-Außenministerium hat nach Angaben von Associated Press angekündigt, vor dem Hintergrund des zunehmenden strategischen und wirtschaftlichen Interesses an dem dänischen Territorium wieder ein Konsulat in Grönland eröffnen zu wollen.

    Laut einem der Nachrichtenagentur vorliegenden Brief des State Department an den Kongress ist die Wiedereröffnung des Konsulats in Grönlands Hauptstadt Nuuk Teil eines umfassenden Plans zur Stärkung der amerikanischen Präsenz in der Arktis.

    Die USA hätten „ein strategisches Interesse an der Verbesserung der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Beziehungen in der gesamten Arktis“, zitiert AP aus dem Schreiben.

    Das Vorhaben sei „ein entscheidender Teil” der Bemühungen zur Erhöhung der US-Präsenz in der Region. Das Konsulat wäre „eine effektive Plattform, um die Interessen der USA in Grönland voranzutreiben“.

    Nach der Besetzung Dänemarks durch Nazi-Deutschland hatten die USA im Jahr 1940 ein Konsulat in Grönland eröffnet. 1953 wurde es geschlossen. Die Neueröffnung der Auslandsvertretung in Nuuk ist voraussichtlich für 2020 geplant.

    Trumps Kaufangebot für Grönland

    Trump hatte zuvor laut US-Medien den Kauf von Grönland ins Spiel gebracht. Später erklärte er selbst, der Deal könnte für die USA „strategisch“ interessant sein.

    Grönland und Dänemark kritisierten die Idee schlicht als „absurd”. Das Außenministerium in Grönland gab an, das Territorium stehe nicht zum Verkauf.

    Trump verschob daraufhin seinen für September geplanten Besuch in Kopenhagen.

    jeg/sb

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    Konsulat, Grönland, USA