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    Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G7-Gipfel im französischen Biarritz (25. August)

    Merkel wurde von Besuch Sarifs in Biarritz überrascht

    © AP Photo / Ian Langsdon
    Politik
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nach eigenen Angaben erst kurz vor der Landung über den Überraschungsbesuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif am G7-Gipfelort Biarritz informiert worden.

    „Ich habe mich gut informiert gefühlt”, sagte Merkel am Sonntag am Rande des Treffens. Sie wisse nicht, ob dies gewesen sei, als die Medien die heranfliegende Maschine schon entdeckt hatten oder nicht.

    Merkel kritisierte den von der französischen Regierung geplanten Besuch aber nicht.

    „Ich finde es absolut richtig, jede Möglichkeit auszuloten”, sagte sie mit Blick auf die Iran-Gespräche.

    Ohne eine Bewegung müsse man Sorge haben, dass Iran im September noch weiter aus dem internationalen Atomabkommen aussteigen werde. Man müsse sehen, ob es auch Wege gebe, Iran wieder zu einer vollen Akzeptanz der Vorgaben verpflichten zu können. Die G7-Regierungen seien sich einig gewesen, dass man keine militärische Lösung wolle, der Iran aber auch keine Atomwaffen entwickeln dürfe.

    Sie selbst plane nicht, sich mit Sarif zu treffen. Die drei EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien arbeiteten aber sehr eng zusammen. Die französische Regierung habe ihn offenbar nach den Iran-Gesprächen am Samstagabend eingeladen, um ihn über das Ergebnis zu informieren. Man habe Optionen durchgespielt, wie man zu einer Deeskalation kommen könne. „Das ist sozusagen ein Parallelereignis am gleichen Ort, aber keine G7-Bewegung”, beschrieb sie den Besuchs Sarifs.

    ai/rtr

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    Tags:
    Frankreich, Iran, Mohammed Dschawad Sarif, Angela Merkel, G7