12:06 26 September 2020
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    Der Libanon dürfte die jüngsten Attacken israelischer Drohnen auf Beirut als eine „Kriegserklärung“ bezeichnen. Das der libanesische Präsident Michel Aoun am Montag bei einem Treffen mit dem UN-Sondergesandten Jan Kubis.

    „Der Libanon hat im Weltsicherheitsrat eine Klage gegen die Aggression Israels in einem südlichen Vorort von Beirut eingebracht und behält sich das Recht auf die Selbstverteidigung vor. Denn die ‚Kriegserklärung‘ berechtigt uns, unsere Souveränität  und Unabhängigkeit zu verteidigen“, heißt es in einer Mitteilung des Präsidialamtes in Beirut.

    Aoun zufolge verstoßen die Handlungen Israels gegen Punkt 1 der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates.

    „Ich habe bei Treffen mit Ihnen mehrmals darauf hingewiesen, dass der Libanon keinen einzigen Schuss an der Grenze abgefeuert hatte, was eigentlich bei der Selbstverteidigung angebracht wäre. Das, was gestern geschah, gibt uns freie Hand“, betonte der Präsident.

    Israelische Drohnen hatten in der Nacht auf Sonntag Positionen der Hisbollah-Milizen in einem südlichen Vorort von Beirut angegriffen. Eine Drohne stürzte ab und wurde von der Hisbollah sichergestellt. Eine zweite explodierte.

    Die Attacke erfolgte wenige Stunden nach einem Luftangriff der Israelis im Raum der syrischen Hauptstadt Damaskus. Nach Darstellung Israels wurden iranische Objekte angegriffen, um einer möglichen Drohnenattacke auf Israel vorzubeugen.

    In der Nacht auf Montag teilten libanesische Medien mit, dass israelische Drohnen Raketen- und Bombenangriffe auf Positionen der Palästinensischen Befreiungsfront (PLF) im Libanon unweit der Grenze zu Syrien geflogen hatten.

    am/

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    Tags:
    Kriegserklärung, Jan Kubis, Michel Aoun, Präsident, Beirut, Syrien, Israel, Libanon