11:41 07 August 2020
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    Brasilien hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP die von den G7-Staaten zugesagte Finanzunterstützung bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet zurückgewiesen.

    Die Mitglieder der G7-Gruppe hatten sich zuvor bei dem Gipfel im französischen Biarritz auf eine Soforthilfe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar (umgerechnet 17,9 Millionen Euro) für das Land geeinigt.

    Bolsonaros Kabinettschef Onyx Lorenzoni sagte gegenüber dem Portal G1, das Geld sollte vielmehr zur Aufforstung der Wälder in Europa verwendet werden. Das Präsidentenbüro soll demnach die Ablehnung bestätigt haben. 

    Mit den zugesagten 20 Millionen sollten vor allem Löschflugzeuge finanziert werden, wie Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron früher bei dem G7-Treffen erklärt hatte.

    Lorenzoni soll ihm für die Hilfe gedankt, zugleich aber betont haben, Macron solle sich lieber um die Probleme bei sich „zu Hause“ kümmern.

    Die seit drei Wochen wütenden Brände im Amazonas-Regenwald haben sich am Wochenende weiter ausgebreitet. Seit Jahresbeginn stieg die Zahl der registrierten Feuer laut Angaben des brasilianischen Weltrauminstituts Inpe um 78 Prozent.

    jeg/ae

     

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    Tags:
    Finanzhilfe, G7, Jair Bolsonaro, Brasilien