18:44 19 November 2019
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    Raketenabwehrsystem S-400 (Archiv)

    „Amerikaner nehmen unsere Partner an die Kandare": Moskau wirft USA Druck im Rüstungsbereich vor

    © REUTERS / Vitaly Nevar
    Politik
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    Vertreter der USA üben laut Dmitri Schugajew, dem Direktor der für militärtechnische Zusammenarbeit zuständigen russischen Behörde FSWTS, Druck auf die traditionellen und potenziellen Partner Russlands im Bereich Rüstungsgeschäfte aus. So etwas sei nicht einmal in den schlimmsten Zeiten der Fall gewesen.

    „Heute nehmen die Amerikaner vor allem unsere traditionellen und potenziellen Partner an die Kandare. Und diese sind nicht zu beneiden. Dabei ist dies eine offensichtliche Manifestation. Ich möchte nicht auf Klischees über den unlauteren Wettbewerb zurückgreifen, aber es ist einfach Willkür“, zitieren russische Medien Schugajew. 

    Ihm zufolge kommen Mitarbeiter von Botschaften, militärischen Missionen und Vertreter des US-Außenministeriums täglich zu den für die militärtechnische Zusammenarbeit zuständigen Stellen und sprechen „ungehemmt“ über die möglichen negativen Folgen einer Kooperation mit Russland.

    „Das ist beispiellos. So etwas ist noch nie passiert, selbst in den schlimmsten Zeiten. Einen gewissen Grundanstand hat es gegeben. Jetzt ist es über irgendeine rechtliche Beziehung hinausgegangen“, fügte Schugajew hinzu.

    Gleichzeitig zeuge die Zusammenarbeit Russlands mit der Türkei bezüglich der S-400-Raketenabwehrsysteme davon, dass die US-Sanktionen nicht wie von Washington erwartet funktionieren würden.

    Wegen der Sanktionen gebe es „gewisse Probleme“ im Bereich Waffenexporte, jedoch seien bereits Auswege gefunden worden, unter anderem ein Übergang zu den nationalen Währungen, sagte der FSWTS-Chef weiter.

    „Niemand geht heute ein Risiko mit dem Dollar ein – weder wir noch sie (die Partner Russlands – Anm. d. Red.). Dies würde für sie (die USA – Anm. d. Red.) ein absichtliches Geschenk sein. Wir werden keine Wohltätigkeit den Amerikanern gegenüber betreiben. Wir verfügen über verschiedene Möglichkeiten für gegenseitige Abrechnungen“, fügte Schugajew hinzu.

    Dabei lehnte er es ab, zu kommentieren, in welcher Währung Russland mit der Türkei abrechnet. Ihm zufolge ist „alles in Ordnung in punkto gegenseitige Abrechnungen“, was Ankara anbetreffe.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    militärtechnische Kooperation, Russland, Dmitri Schugajew, USA, FSWTS, Rüstung