06:24 15 November 2019
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    Chef von RIA Novosti Ukraine, Kirill Wyschinski, nach der Entlassung aus der U-Haft. Kiew, 28. August 2019

    Chef von RIA Novosti Ukraine stuft Verfahren gegen ihn als „Poroschenkos Wahnsinnsprojekt“ ein

    © Sputnik / Stringer
    Politik
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    Der Chef des Kiewer Büros der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, Kirill Wyschinski, hat erklärt, er sei immer gegen seinen Austausch gegen einen in Russland inhaftierten Ukrainer gewesen. „Das gegen mich eingeleitete Gerichtsverfahren ist ein Wahnsinnsprojekt von Ex-Präsident Petro Poroschenko“, sagte Wyschinski am Mittwoch in Kiew.

    Am gleichen Tag hatte ein ukrainisches Gericht den Journalisten überraschend auf freien Fuß gesetzt, allerdings mit Auflagen.

    Er habe immer davon gesprochen, dass die Idee eines Gefangenentauschs noch vor der Erhebung von Vorwürfen gegen ihn unterbreitet worden sei, sagte Wyschinski in einem Interview der Agentur Sputnik. „Ich habe nie nach einem Tausch gestrebt.“

    „Von einem Austausch hatten bereits Politiker aus der Umgebung von (Petro) Poroschenko im Mai vergangenen Jahres gesprochen. Deshalb lehne ich den Tausch kategorisch ab, weil ich absolut unschuldig bin, weil meine ‚Schuld‘ bislang von keinem Gericht bewiesen wurde“, betonte der Journalist.

    Das Kiewer Berufungsgericht hatte am Mittwoch Wyschinski verpflichtet, Vorladungen ins Gericht strikt zu folgen, die Änderung seines Wohnsitzes oder der Beschäftigung unverzüglich zu melden und Zeugen im Prozess nicht zu kontaktieren.

    Die nächste Gerichtsverhandlung im Fall Wyschinski ist für den 16. September angesetzt.

    am/sb

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    Auflagen, Freilassung, RIA Novost Ukraine, Kirill Wyschinski, Gericht, Ukraine