15:56 29 Oktober 2020
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat einen Besuch in Polen anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges abgelehnt, weil der russische Präsident Wladimir Putin nicht zu den Feierlichkeiten eingeladen wurde. Darüber schreibt die Zeitung „Rzeczpospolita“ unter Verweis auf eine gut unterrichtete Quelle in Minsk.

    Wie es heißt, habe Minsk aus demselben Grund beschlossen, keine ranghohen Politiker zu der Gedenkfeier zu entsenden.

    Indes gab das weißrussische Außenministerium keinen Kommentar dazu ab.

    Zuvor hatte Warschau seine Entscheidung, Russland nicht zu den Feierlichkeiten einzuladen, damit argumentiert, dass die Sowjetunion 1939 „gegen das Völkerrecht verstoßen“ habe.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kommentierte daraufhin, dass die Gedenkveranstaltungen in jedem Land der Welt, die dem Jahrestag des Großen Vaterländischen Krieges und des Zweiten Weltkrieges gewidmet seien, ohne Russlands Beteiligung nicht als vollwertig angesehen werden könnten.

    Der Zweite Weltkrieg brach am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen aus. Danach waren ein Teil Polens an Deutschland und der andere Teil an die Sowjetunion abgetreten worden. Dabei wurde Deutschland zum 80. Jahrestag des Zweiten Weltkrieges nach Polen eingeladen. 

    ns/sb

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    Tags:
    Sowjetunion, Deutschland, Einladung, Gedenkfeier, Zweiter Weltkrieg, Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko, Polen, Russland, Weißrussland