12:19 07 August 2020
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    Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif hat am Donnerstag den USA „wirtschaftlichen Terrorismus“ vorgeworfen und die Einhaltung des Atomdeals gefordert.

    Er stellte fest, dass die USA zuerst das Atomabkommen von 2015 einhalten sollten, wenn sie sich zu Gesprächen mit dem Iran treffen möchten.

    „Die Vereinigten Staaten sind in einen Wirtschaftskrieg gegen das iranische Volk verwickelt und wir können mit ihnen nicht in Kontakt treten, wenn sie nicht aufhören, diesen Krieg zu führen und wirtschaftlichen Terrorismus gegen das iranische Volk zu betreiben“, sagte Zarif gegenüber Reportern in Kuala Lumpur.

    Wenn Washington also „an den Verhandlungstisch zurückkehren“ möchte,  sollte es „ein Ticket dafür kaufen“. Dieses Ticket sei die Einhaltung des Abkommens, fügte er hinzu.

    Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA haben sich nach dem letztjährigen Ausstieg Washingtons aus dem Atomabkommen von 2015 und einer anschließenden Verhängung von Sanktionen gegen Teheran verschärft. Vor kurzem hatte Washington seine militärische Präsenz in der Region ausgebaut und versucht, eine regionale Koalition gegen den Iran zu bilden.

    Teheran reagierte auf die Maßnahmen der USA mit einem Teilausstieg aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan JCPOA. Iran würde demnach alle 60 Tage seine Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens teilweise aufgeben, bis die anderen Unterzeichnerstaaten seine Interessen respektieren. Zu den Schritten Teherans gehört in erster Reihe die Erhöhung der Urananreicherung.

    msch/tm/rtr

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    Tags:
    Iranisches Atomabkommen, USA, Mohammed Dschawad Sarif, Iran