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    Die EU-Verteidigungsminister ziehen derzeit das Konzept einer „koordinierten maritimen Präsenz“ in einer Reihe strategischer Regionen in Erwägung. Die Idee befindet sich laut EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini jedoch noch im Anfangsstadium.

    Am Donnerstag startete in der finnischen Hauptstadt Helsinki ein informelles zweitägiges Treffen der Verteidigungsminister der EU-Länder, bei dem unter anderem das Thema der maritimen Sicherheit erörtert wurde:

    „Wir haben heute das Konzept einer koordinierten maritimen Präsenz in einer Reihe von Regionen, die für die EU von strategischem Interesse sind, besprochen“, sagte Mogherini und stellte fest, dass die Idee „vor ein paar Monaten“ vorgeschlagen wurde und nicht direkt mit der Situation in der Straße von Hormus zusammenhänge.

    Ihr zufolge bietet das Konzept den EU-Ländern die Möglichkeit, „Informationen aufgrund von Daten zu erhalten und auszutauschen, die von in diesen Regionen tätigen nationalen Seestreitkräften stammen“.

    Sie schloss jedoch nicht aus, dass dieses Konzept in Zukunft auch für die Situation um die Straße von Hormus gelten könnte. Momentan sei es aber in der Anfangsphase und werde deshalb im Golf von Guinea eingesetzt.

    Zuvor hatte der britische Ex-Außenminister Jeremy Hunt erklärt, Großbritannien wolle eine gesamteuropäische Mission zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus initiieren, nachdem der Iran den britischen Öltanker „Stena Impero“ festgesetzt hatte. Wie der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian äußerte, arbeite Frankreich gemeinsam mit Großbritannien und Deutschland an „einer europäischen Initiative“, um die maritime Sicherheit im Persischen Golf zu gewährleisten.

    Tankerkonflikt

    Der sogenannte „Tankerstreit” begann mit einer Festsetzung des iranischen Öltankers „Grace 1“ durch Großbritannien im britischen Gebiet Gibraltar. Daraufhin setzte der Iran den britischen Tanker „Stena Impero” am 19. Juli in der Straße von Hormus fest. Darüber hinaus wurden in letzter Zeit weitere Schiffe festgenommen, die laut Angaben Teherans Öl aus dem Golf schmuggelten. 

    Washington fordert seit etlicher Zeit eine Antwort auf diese Handlungen des Irans in Form einer internationalen maritimen Sicherheitsmission.

    sm/sb

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    Tags:
    Militärpräsenz, Präsenz, Nahost, Straße von Hormus, Federica Mogherini, EU