11:02 24 Februar 2020
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    Der Sprecher des weißrussischen Außenministeriums, Anatoli Glas, hat am Donnerstag zu den Medienberichten Stellung genommen, warum Präsident Alexander Lukaschenko den Besuch in Polen anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges abgesagt hat.

    „Man sollte sich nicht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien befassen. Wir sind der polnischen Seite dankbar für die Einladung. Das Thema des Zweiten Weltkrieges, des Großen Vaterländischen Krieges ist für uns aber heilig. Wir haben immer eine transparente und klare Herangehensweise dazu“, sagte Glas gegenüber Journalisten.

    Ihm zufolge hatten die Völker der UdSSR den grundlegenden Beitrag zum Sieg über den Nazismus geleistet. „Die Befreiung Ost- und Zentraleuropas, die endgültige Zerschlagung des Nazismus in Deutschland wurden dank den heldenhaften Anstrengungen der multinationalen Roten Armee möglich“, so der Chefdiplomat.

    Dies verkleinere nicht die Rolle der Armeen der Verbündeten. Es sei aber zumindest historisch falsch, „den Beitrag der Unionsrepubliken zum Sieg anders zu interpretieren oder zu teilen“.

    Unter anderem machte der Außenminister darauf aufmerksam, dass Kasachstan, die zentralasiatischen Länder und Russland nicht nach Warschau eingeladen wurden.

    „Zugleich ist für uns die Teilnahme an der Gedenkfeier am 1. September angesichts der Besonderheiten unserer Geschichte die Ehrung aller Opfer der Anfangsetappe des Zweiten Weltkrieges“, sagte Glas abschließend. 

    Absage des Polen-Besuchs durch Lukaschenko

    Zuvor hatte das weißrussische Außenministerium mitgeteilt, dass der Botschafter des Landes in Warschau, Wladimir Tschuschew, Minsk bei der Gedenkfeier in Polen vertreten werde. Dabei habe Warschau die Einladung an den weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko gerichtet. 

    Am Mittwoch hatte die Zeitung „Rzeczpospolita“ unter Verweis auf eine gut unterrichtete Quelle in Minsk geschrieben, dass Lukaschenko einen Besuch in Polen anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges abgelehnt habe, weil der russische Präsident Wladimir Putin nicht zu den Feierlichkeiten eingeladen wurde.

    In Polen findet jährlich am Tag des deutschen Angriffes auf das Land und des Beginns des Zweiten Weltkrieges am 1. September eine Gedenkfeier statt.

    ns/sb/sna

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    Tags:
    Zeitung Rzeczpospolita, Rote Armee, Wladimir Putin, Teilnahme, Gedenkfeier, Zweiter Weltkrieg, Polen, Deutschland, Kasachstan, Weißrussland, Russland