10:45 28 Januar 2020
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    Die Pläne Belgrads, im Oktober ein Abkommen mit der von Russland dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) zu unterzeichnen, tragen nicht zur Annäherung Serbiens an die EU bei. Das erklärte der slowakische Außenminister Miroslav Lajčák am Freitag in Helsinki.

    „Das irritiert. Sie können nicht in mehrere Richtungen zugleich gehen“, sagte Lajčák auf einer Pressekonferenz am Rande eines informellen Treffens der EU-Außenminister. Die Pressekonferenz wurde vom Pressedienst der EU-Kommission live übertragen.

    „Wenn Sie Ihre europäische Wahl ernst nehmen, sollten Sie selbstverständlich politische Entscheidungen treffen, die Sie (der EU) näherbringen. Und dieser Beschluss zählt nicht dazu“, sagte der Minister.

    Zuvor hatte Serbiens Vizeregierungschef Rasim Ljajic in einem Interview für die Agentur Sputnik mitgeteilt, dass Ende Oktober in Moskau ein Abkommen über den freien Handel zwischen Serbien und der EAWU unterschrieben werden solle.

    „Serbien kann und wird bis zu seiner Aufnahme als gleichberechtigtes EU-Mitglied mit allen Staaten und Organisationen Abkommen signieren und freien Handel betreiben“, betonte Ljajic.

    Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte zuvor im August auf die Notwendigkeit hingewiesen, Freihandelsabkommen zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion, Serbien und Singapur schnellstmöglich zu unterzeichnen.

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    Tags:
    Kritik, Abkommen, Pläne, Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU), Rasim Ljajic, Miroslav Lajcak