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17:57 21 Oktober 2019
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    Grönland (Archivbild)

    Will sich Grönland vorteilhaft verkaufen? – Politiker zu Vorteilen der Zusammenarbeit mit USA

    © REUTERS / Lucas Jackson
    Politik
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    Laut Pele Broberg einem Abgeordneten der Partei Partii Naleraq im grönländischen Parlament, sollte die Insel alle Vorteile in Betracht ziehen, die sich aus einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten ergeben könnten. Dies berichtet die grönländische Zeitung „Sermitsiaq“.

    Broberg zufolge sind die USA bereit, die grönländische Wirtschaft zu unterstützen, indem sie der Insel jährlich vier Milliarden dänische Kronen (über fünf Millionen Euro) bereitstellen würden.

    „Jetzt steht unsere Bevölkerung zum ersten Mal auf einem Scheideweg. Wir haben eine echte Alternative zu Subventionen aus Dänemark “, so der Abgeordnete.

    Zudem betonte er, dass Grönland jetzt tatsächlich von den USA und nicht von Dänemark verteidigt werde. Dabei geht es um die Thule Air Base der USA, die sich auf der Hayes-Halbinsel im Nordwesten Grönlands befindet. 

    Vor allem schlägt Broberg vor, dass Grönland einen direkten Dialog mit den Vereinigten Staaten darüber einleitet, welche Anforderungen und Bedürfnisse sie in Bezug auf ein unabhängiges Grönland hätten. Der Dialog sollte dem Politiker zufolge auch Fragen dazu enthalten, wozu Washington bereit ist, um die Verteidigung und die wirtschaftliche Stabilität Grönlands zu gewährleisten.

    Grönland als Teil der USA?

    Mitte August hatten Medien berichtet, dass US-Präsident Donald Trump die weltgrößte Insel, Grönland, kaufen wolle, die seit 1979 mit den Rechten einer breiten Autonomie zum Bestand Dänemarks gehört.

    Der Präsident selbst bestätigte, dass er sich für diese Frage rein „strategisch“ interessiert hätte.

    Außerdem war berichtet worden, die US-Administration habe die Möglichkeit erwogen, Dänemark jährliche Auszahlungen in Höhe von 600 Millionen Dollar für die Übergabe Grönlands an die USA in fristlosen Besitz anzubieten.

    Daraufhin sei im grönländischen Außenministerium erklärt worden, dass die Insel „für das Business, aber nicht für den Verkauf“ offen sei. Trumps Pläne hätten die dänischen Politiker empört, und die Premierministerin Dänemarks, Mette Frederiksen, soll die Idee des US-Präsidenten als absurd bezeichnet haben.

    In Grönland leben etwa 57.000 Menschen. Die meisten von ihnen – etwa 80 bis 90 Prozent – sind einheimische Eskimos. Ihre Hauptbeschäftigungen sind Jagd und Fischfang.

    pd/sb

     

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    Tags:
    Vorteile, Dialog, Dänemark, Grönland, USA