02:48 21 November 2019
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    AfD-Spitzenkandidat in Sachsen Jörg Urban (2L) und die MDR-Moderatorin Wiebke Binder (2R) bei der TV-Debatte nach den Landtagswahlen 2019

    „Bürgerliche Koalition“: MDR-Moderatorin erntet mit AfD-Frage Empörung

    © REUTERS / WOLFGANG RATTAY
    Politik
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    Als „bürgerlich“ hat MDR-Moderatorin Wiebke Binder eine mögliche Koalition von CDU und AfD bezeichnet – und sich damit heftige Kritik eingehandelt. Der Sender musste sich schließlich zu dem Vorfall äußern.

    Die ARD hatte am Sonntagabend die Sendung „Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg“ ausgestrahlt, mit Binder als Moderatorin. Im Gespräch mit Marco Wanderwitz von der sächsischen CDU sagte Binder: „Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre theoretisch ja mit der AfD möglich.“

    Der CDU-Politiker widersprach: „Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition. Wir haben von vornherein gesagt, dass wir mit den Rändern nicht koalieren, nicht zusammenarbeiten, und dabei wird es auch bleiben“

    Satz löst Welle von Kritik aus 

    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kritisierte gegenüber der Bild-Zeitung den Satz der Moderatorin: „Dass man auf einmal eine Koalition mit der AfD verharmlost, sie als bürgerliche Mehrheit bezeichnet hat – das geht auf gar keinen Fall.“

    Auch im Netz regten sich viele Nutzer und Journalisten über den Satz der MDR-Redakteurin auf.

    ​Der MDR distanzierte sich schließlich auf Twitter von den Äußerungen Binders und führte ihre Frage auf großen Stress wegen der Live-Wahlsendung zurück: „Unter dem enormen Stress einer Live-Sendung bei einer solchen Doppelwahl mit ständig neuen Ergebnissen und wechselnden Konstellationen kann es zu Missverständnissen kommen und können Unschärfen passieren.“

    ​ta/gs

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    Tags:
    MDR, Moderatorin, CDU, AfD