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01:18 18 Oktober 2019
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    Der britische Tanker „Stena Impero” in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas (Archiv)

    Iran lässt sieben Crewmitglieder von festgesetztem britischem Tanker frei

    © AFP 2019 / HASAN SHIRVANI
    Politik
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    Irans Außenamtssprecher Abbas Mussawi hat laut der Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch die Freilassung einiger Besatzungsmitglieder des seit Juli festgesetzten britischen Öltankers „Stena Impero“ bekanntgegeben.

    Teheran habe „keine Probleme“ mit der Crew und dem Kapitän des Schiffes, so Mussawi. Die freigelassenen Seeleute dürften den Iran verlassen und in ihre Heimatländer zurückkehren.

    „Nach einer eingehenden Prüfung und aus humanitären Gründen ist es einigen Besatzungsmitgliedern erlaubt worden, das Schiff zu verlassen und sich in den Alltag zurückzubegeben“, zitiert Isna den Ministeriumssprecher.

    Seeleute aus Russland, Indien und Lettland frei

    Der „Stena Impero“-Crew gehören 23 Personen an, darunter drei Russen. Sieben Besatzungsmitglieder aus Russland, Indien und Lettland dürfen nun den Tanker verlassen.

    „Sieben Menschen werden wirklich freigelassen. Das ist nach der Anfrage des Schiffbesitzers und gemäß der Entscheidung des Kapitäns gemacht worden. Unter den sieben Freigelassenen ist ein russischer Staatsbürger, ein Elektromechaniker“, teilte der Presseattaché der russischen Botschaft in Teheran Andrej Ganenko, mit.

    An Bord bleibe „ein Minimum“ der Besatzung, damit das Schiff falls nötig auslaufen und wegfahren könnte.

    Festsetzung der „Stena Impero“

    Am 19. Juli hatten die iranischen Revolutionsgarden den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker „Stena Impero” in der Straße von Hormus festgesetzt und ihn später zum Hafen Bandar Abbas begleitet. Laut den iranischen Behörden sind die Besatzungsmitglieder des vor Anker liegenden Schiffes wohlauf.

    Der Vorfall mit der „Stena Impero“ war faktisch die Antwort der iranischen Behörden auf die Aufbringung des iranischen Öltankers „Grace 1“ vor dem britischen Gebiet Gibraltar am 4. Juli. Das später in „Adrian Darya-1“ umbenannte Schiff stand im Verdacht, die EU-Sanktionen gegen Syrien verletzt zu haben. Mitte August wurde der iranische Tanker freigelassen.

    mo/sb/sna/dpa

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    Tags:
    Iran