10:22 07 Dezember 2019
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    Russlands Außenministerium

    Polen lädt Russland nicht zum Weltkriegs-Gedenken ein – Moskau erklärt, wer dahintersteckt

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    Politik
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    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat am Donnerstag im Rahmen des Östlichen Wirtschaftsforums die Entscheidung Warschaus, Russland nicht zur Gedenkfeier anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges einzuladen, kommentiert. Ihr zufolge steckt die Nato hinter diesem Beschluss.

    „Dort ist eine klassische Kampagne erfolgt. Ich bin mir absolut sicher, weil ich über entsprechende Daten verfüge. Dies wurde nach von der Nato im Voraus ausgearbeiteten Lehrplänen durchgeführt. All dies ist eine Informationskampagne und sie hatte in Warschau eine absolut unansehnliche, sehr gefährliche Brechung“, sagte Sacharowa.

    Zudem nannte die Sprecherin die Gedenkfeier in Warschau einen „kolossalen Fake, der über den Rahmen des Erlaubten hinausgeht“.

    „Die Veranstaltungen in Warschau waren angekündigt als Veranstaltungen anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges, haben sich aber in eine klassische Kampagne zur Umschreibung der Geschichte und in Desinformation verwandelt. Die Massenmedien haben generell nichts damit tun können“, betonte die Sprecherin.

    Weltkriegs-Gedenken in Polen

    Die Gedenkfeier zum Beginn des Zweiten Weltkrieges fand am 1. September in Polen statt. Russland wurde dazu nicht eingeladen. Zugleich waren die jetzigen Verbündeten Polens in der Nato und der EU, darunter auch Deutschland sowie Länder der Östlichen Partnerschaft, dabei präsent.   

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kommentierte daraufhin, dass Gedenkveranstaltungen in jedem Land der Welt, die dem Jahrestag des Großen Vaterländischen Krieges und des Zweiten Weltkrieges gewidmet seien, ohne Russlands Beteiligung nicht als vollwertig angesehen werden könnten.

    Der Zweite Weltkrieg brach am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen aus. Danach waren ein Teil Polens an Deutschland und der andere Teil an die Sowjetunion abgetreten worden.

    Der Östlichen Partnerschaft gehören die sechs postsowjetischen Staaten Armenien, Aserbaidschan, Georgien, die Republik Moldau, die Ukraine und Weißrussland an.

    ns/sb/sna

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    Tags:
    NATO, Armenien, Aserbaidschan, Moldau, Georgien, Weißrussland, Ukraine, Östliches Wirtschaftsforum, Einladung, Zweiter Weltkrieg, Außenministerium, Maria Sacharowa, Deutschland, Polen, Russland