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17:18 19 Oktober 2019
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    Serbiens Präsident Aleksandar Vucic (Archiv)

    Präsident Vucic: Serbien leidet an schweren demographischen Problemen

    © Sputnik / Aleksej Witwicki
    Politik
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    Hohe Sterblichkeit und negative demographische Situation in Serbien haben nach Worten von Präsident Aleksandar Vucic einen Bevölkerungsschwund zur Folge gehabt. „Im vergangenen Jahr hat Serbien im Grunde genommen die Bevölkerung einer mittelgroßen Stadt verloren“, sagte Vucic am Donnerstag auf dem 3. Demographie-Forum in Budapest.

    Seinen Angaben zufolge starben im vergangenen Jahr landesweit über 100 000 Menschen, während nur 63 200 geboren wurden. „Die negative Bilanz beträgt 37 800 Menschen, was mit der Bevölkerungszahl einer Stadt wie Kikinda (in der Provinz Vojvodina an der Grenze zu Rumänien – Anm. d. Red.) vergleichbar wäre“, informierte Vucic im Kurznachrichtendienst Twitter, wo er die Aufzeichnung seiner Rede gepostet hatte.

    Die Ursachen für die schwere demographische Situation führte der Präsident auf die komplizierte ökonomische Lage, die Abwanderung von Jugendlichen und Bürgern im erwerbsfähigen Alter ins Ausland sowie auf die Folgen der bewaffneten Konflikte der 1990er Jahre im damaligen Jugoslawien zurück.

    Nach Angaben des nationalen Statistikamtes zählte Serbien im vergangenen Jahr 6,9 Millionen Einwohner. Das Durchschnittsalter lag bei 43,2 Jahren, rund 20 % der Bevölkerung waren Bürger im Alter von über 65 Jahren.

    Vucic zufolge sollten zur Sanierung der demographischen Situation auf jede Frau in Serbien im Schnitt 2,1 Kinder entfallen. Indes liege die Zahl derzeit bei nur 1,48.

    am/

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    Tags:
    Bevölkerungsschwund, Demographie, Budapest, Aleksandar Vučić, Serbien