21:19 07 August 2020
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    Die in den baltischen Ländern stationierten Nato-Kräfte reichen laut dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda nicht aus, um Russland einzudämmen. Nauseda hat sich nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der Nato, Jens Stoltenberg, in Brüssel bei einem gemeinsamen Briefing zu dem Thema geäußert.

    „Wir freuen uns sehr, das Bataillon der Nato Enhanced Forward Presence in Litauen empfangen zu können, aber das ist nicht genug“, zitiert das litauische Online-Nachrichtenmagazin Delfi Nauseda. Ihm zufolge ist die große Konzentration von russischem Militär in der Region Kaliningrad eine Bedrohung für die Sicherheit Litauens.

    „Wir haben ein hohes Maß an Eindämmung erreicht, aber im Bereich Verteidigung sollten wir viel mehr tun“, so der litauische Präsident weiter.

    Stoltenberg erinnerte seinerseits daran, dass das Bündnis in den letzten Jahren seine Präsenz im Ostseeraum deutlich verstärkt habe. „Wir diskutieren ständig über Möglichkeiten, mehr zu tun“, sagte der Nato-Generalsekretär.

    Am 5. September schlug die ehemalige lettische Präsidentin Vaira Vīķe-Freiberga vor, einen neuen Militärblock gegen Russland zu schaffen.

    Moskau hat wiederholt angemerkt, dass die Nato-Staaten eine „russische Bedrohung“ erfinden würden, um ihre Präsenz in der Nähe der Russischen Föderation auszubauen. Am 21. August hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu die Lage an der Westgrenze als angespannt bezeichnet.

    pd/sb

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    Tags:
    Russland, Litauen, Eindämmung, NATO, Sergej Schoigu