Widgets Magazine
00:42 17 Oktober 2019
SNA Radio
    Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko

    Lukaschenko bat Russland, in Notsituation „älterer Bruder“ zu sein

    © Sputnik / Сергей Гунеев
    Politik
    Zum Kurzlink
    132145
    Abonnieren

    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am Freitag den brüderlichen Charakter der Beziehungen zu Russland hervorgehoben und Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Minsk seine Außenpolitik offenbar an den Westen umorientiert. Ihm zufolge muss Russland ein „älterer Bruder“ für die Republik sein. Das teilte die staatliche Agentur BELTA mit.

    Wie es heißt, würden die Weißrussen nicht erlauben, „ihren älteren Bruder zu verraten“.

    Zugleich forderte Lukaschenko Russland dazu auf, „Weißrussland nicht zu drangsalieren, nicht niederzubeugen und in einer Notsituation zu unterstützen“. Der Präsident betonte, die Bürger beider Länder seien ein Volk.

    „Das sind ja unsere Leute, unsere Brüder. Wir waren immer mit ihnen gemeinsam, sie haben uns immer den Rücken gestärkt. Dass wir heute manchmal Probleme mit Russland haben, ist nicht auf die Russen und nicht auf die Menschen in Russland zurückzuführen. Sie verhalten sich ausgezeichnet uns gegenüber“, sagte Lukaschenko gegenüber Journalisten bei einem Besuch in der Stadt Brest, dem wichtigsten Grenzübergang des Landes zu Polen. 

    Lukaschenko unterstrich erneut, Weißrussland werde Russland nie verraten und ihm nie den Rücken zukehren. 

    „Selbst ohne mich wird das nicht passieren“, sagte der Präsident abschließend.    

    Russisch-weißrussische Integration

    Ende 2018 hatten Moskau und Minsk die Bildung einer Arbeitsgruppe vereinbart, die für die Lösung von Problemen und die Entwicklung der Integration zuständig ist. Im Sommer trafen sich die Präsidenten Russlands und Weißrusslands, Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko, zu Verhandlungen.

    Es wurde unter anderem vereinbart, bis zum 1. November 28 Roadmaps zur Integration in diversen Bereichen zu konzipieren, bis Mitte 2020 die Gesetzgebung zu vereinheitlichen, bis 2021 den Öl- und Gasmarkt, den Industrie-, Agrar- und Verkehrsmarkt nach einheitlichen Regeln funktionieren zu lassen.

    Dabei schlug Lukaschenko vor, alle strittigen Fragen zu bewältigen und bis zum 8. Dezember 2019 einen gemeinsamen Aktionsplan auszuarbeiten. Am vergangenen Dienstag wurde der Entwurf des Aktionsplans zur Integration dem weißrussischen Staatschef vorgelegt.

    ns/mt                      

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Arbeitsgruppe, Lösung, Probleme, Brudervolk, Integration, Verhandlungen, Weißrussland, Russland