03:43 22 November 2019
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    US-Sicherheitsberater John Bolton (Archiv)

    Vorerst keine Erleichterung der Iran-Sanktionen in Sicht – Bolton

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    Politik
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    Die USA wollen laut dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton die Sanktionen gegen den Iran nicht mildern, „bis er aufhört zu lügen und Terror zu verbreiten“.

    „Teheran hält es für wichtiger, das mörderische Regime (von Syriens Präsident Baschar) al-Assads zu finanzieren, als sich um das eigene Volk zu kümmern. Wir können reden, aber der Iran bekommt keine Sanktionserleichterung, bis er aufhört zu lügen und Terror zu verbreiten“, schrieb Bolton auf seinem Twitter-Account.

    Dabei veröffentlichte er ein Satellitenbild, das zeigen soll, dass sich der von den USA mit Sanktionen belegte iranische Tanker „Adrian Darya“ in der Nähe von Syriens Küste aufhält.

    „Jeder, der behauptet, die ‚Adrian Darya‘ sei nicht nach Syrien unterwegs, lügt“, schrieb Bolton unter dem Foto.

    ​Laut dem Portal „Middle East Eye“ soll der Tanker am Donnerstag iranisches Öl in einem syrischen Hafen gelöscht haben.

    Festsetzung von „Grace 1“

    Am 4. Juli war der iranische Öltanker „Grace 1“ unter panamaischer Flagge vor dem britischen Gebiet Gibraltar aufgebracht worden. Das später in „Adrian Darya“ umbenannte Schiff stand im Verdacht, die EU-Sanktionen gegen Syrien verletzt zu haben und iranisches Öl nach Syrien liefern zu wollen. An Bord des Schiffes hatten sich 28 Besatzungsmitglieder, darunter auch Bürger Indiens, Pakistans und der Ukraine, aufgehalten.

    Ein Gericht in Gibraltar erlaubte dem Tanker schließlich Mitte August gegen den Widerstand der US-Regierung die Weiterfahrt – allerdings unter der Bedingung, dass das Schiff ab nun unter iranischer Flagge fährt.

    Am 31. August setzte das US-Finanzministerium den Tanker und dessen Kapitän auf die Sanktionsliste.

    ns/sb   

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    Tags:
    Twitter, Erleichterung, Sanktionen, John Bolton, Baschar al-Assad, Syrien, USA