Widgets Magazine
15:58 20 September 2019
SNA Radio
    Angela Merkel (Archivbild)

    „Ein hoffnungsvolles Zeichen“: Merkel begrüßt ukrainisch-russischen Gefangenenaustausch

    © REUTERS / HANNIBAL HANSCHKE
    Politik
    Zum Kurzlink
    461068
    Abonnieren

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den jüngsten Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland begrüßt und ein hoffnungsvolles Zeichen genannt. Das folgt aus einer Meldung der Bundesregierung.

    „Ich freue mich für die ukrainischen Seeleute und Oleg Senzow, die nun endlich wieder nach Hause können“, sagte Merkel laut der Agentur dpa.

    Zugleich habe Merkel dazu aufgerufen, weiter mit aller Kraft an der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu arbeiten.

    „Die Bundesregierung ist dazu bereit“, so Merkel.

    Auch US-Präsident Donald Trump begrüßte den Gefangenaustausch zwischen Russland und der Ukraine im Rahmen der bilateralen Vereinbarungen.

    Auf Twitter schrieb Trump: „Russland und die Ukraine haben erst jetzt eine große Anzahl von Gefangenen ausgetaucht. Eine sehr gute Nachricht, vielleicht der erste gigantische Schritt zum Frieden. Herzlichen Glückwunsch an beide Länder!“

    ​Auch Frankreich, die OSZE und der Europarat äußerten ihre Unterstützung für die gegenseitige Freilassung der inhaftierten Russen und der Ukrainer.        

    ​Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine

    Am Samstag erfolgte ein historischer Austausch von Dutzenden politischen Gefangenen zwischen Russland und der Ukraine. Insgesamt kehrten 70 Menschen in ihre Heimatländer zurück. Der Austausch sollte nach der Formel 35 gegen 35 erfolgen.

    Flugzeuge beider Länder landeten fast gleichzeitig auf den Flughäfen der Hauptstädte. Unter anderem ist der Chef des Kiewer Büros der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, Kirill Wyschinski, der Ende August in der Ukraine auf freien Fuß gesetzt wurde, am Samstag von Kiew nach Moskau geflogen.

    In Kiew trafen auch die 24 ukrainischen Seeleute ein, die seit November in Russland in Haft gesessen hatten. An Bord der Maschine war außerdem Oleg Senzow, der im Mai 2014 wegen des Verdachts der Planung terroristischer Handlungen auf der Krim verhaftet und nach Moskau überstellt worden war.

    ns/mt/dpa            

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Oleg Senzow, Kirill Wyschinski, Deutschland, Ukraine, Russland