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04:32 23 September 2019
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    Recep Tayyip Erdogan

    „Eine neue Migrationsbedrohung“: Türkei könnte Tore für syrische Flüchtlinge öffnen

    © Sputnik / Alexej Filippow
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Samstag die EU erneut davor gewarnt, dass er die Grenzen nach Europa für syrische Flüchtlinge öffnen könnte. Sein Land könne einen möglichen weiteren Flüchtlingszustrom aus Syrien nicht alleine schultern - und brauche Geld.

    Damit unterstrich er erneut seine Aussagen vom Donnerstag, als er in Ankara Ähnliches äußerte. Es gebe „eine neue Migrationsbedrohung“ aus der letzten syrischen Rebellenhochburg Idlib entlang der türkischen Grenze, so der türkische Staatschef.

    Um dem entgegenzuwirken, bat er um ausreichende finanzielle Unterstützung.

    „Entweder Sie teilen diese Last oder wir müssen die Tore öffnen“, sagte Erdogan.

    Er argumentierte damit, dass die EU ihr Versprechen finanzieller Hilfen noch nicht vollständig erfüllt habe. Die EU hob jüngst hervor, sie habe bislang 5,6 der zugesagten 6 Milliarden Euro zur Verbesserung der Lebensbedingungen syrischer Flüchtlinge in der Türkei zugewiesen. Der Rest werde bald folgen, sagte eine Sprecherin. Die Türkei hat seit Beginn des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien 2011 rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, mehr als jedes andere Land der Welt.

    Türkischer Präsident Tayyip Erdogan bei einer Rede vor seinen Anhängern in Sivas
    © AP Photo / Pool Presidentical Press Service

    Allein von Freitag bis Samstagmittag setzten nach griechischen Polizeiangaben 424 Migranten zu den Inseln und damit auch in die EU über. In den für 6000 Menschen ausgelegten Registrierlagern auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos harrten bereits mehr als 24.000 Menschen aus. Im August setzten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR 8103 Menschen aus der Türkei zu den griechischen Ägäis-Inseln über. Im August 2018 waren es knapp 3200.

    Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei wurde bereits im März 2016 geschlossen und sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hatte es Tage gegeben, an denen rund 7000 Migranten über die Türkei griechische Inseln erreichten.

    ng/mt/dpa

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    Tags:
    Finanzierung, EU, Migrantenstopp, Migrationspakt, Migranten, Migrant, Recep Tayyip Erdogan, Türkei