10:52 07 Dezember 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (Archivbild)

    „Große Bedeutung für Gesundung der Beziehungen“: Putin und Selenskyj bewerten Gefangenenaustausch

    © Sputnik / Alexei Druzhinin
    Politik
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    Nach dem beispiellosen Gefangenenaustausch zwischen Kiew und Moskau haben der russische Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj (Wladimir Selenski) am Samstagabend ein Telefongespräch abgehalten. Das Telefonat erfolgte auf Initiative Kiews. Das teilte der Pressedienst des Kremls am Sonntag mit.

    Demnach schätzten die Staatschefs die gegenseitige Freilassung der inhaftierten Russen und Ukrainer von Samstag positiv ein. Beide Seiten hätten den humanitären Aspekt der Aktion hervorgehoben. Dieser Schritt habe eine große Bedeutung für die „Normalisierung und Gesundung der bilateralen Beziehungen“.

    Zudem hätten die beiden Seiten das Problem der Regelung des Ukraine-Konfliktes zur Erörterung gebracht. Putin und Selenskyj hätten auf die Wichtigkeit verwiesen, die Waffenruhe und eine konsequente Entflechtung der Kräfte und Mittel an der Berührungslinie im Donbass einzuhalten.

    Demnach sprach Putin auch über die Fortsetzung der allseitigen Vorbereitung auf einen Gipfel im Normandie-Format, damit das nächste Treffen in dieser Zusammensetzung Ergebnisse zeitigen und die Erfüllung der Vereinbarungen auf höchster Ebene, vor allem des in Minsk vereinbarten „Maßnahmenkomplexes“, fördern könne.

    Putin und Selenskyj einigten sich darauf, ihre Kontakte fortzusetzen.

    Historischer Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine

    Am Samstag erfolgte der seit Jahren größte Austausch von politischen Gefangenen zwischen Russland und der Ukraine. Insgesamt kehrten 70 Menschen in ihre Heimatländer zurück. Der Austausch erfolgte nach der Formel 35 gegen 35.

    Flugzeuge beider Länder landeten fast gleichzeitig auf den Flughäfen der Hauptstädte. Unter anderem ist der Chef des Kiewer Büros der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, Kirill Wyschinski, der Ende August in der Ukraine auf freien Fuß gesetzt wurde, am Samstag von Kiew nach Moskau geflogen.

    In Kiew trafen auch die 24 ukrainischen Seeleute ein, die seit November in Russland in Haft gesessen hatten. An Bord der Maschine war außerdem Oleg Senzow, der im Mai 2014 wegen des Verdachts der Planung terroristischer Handlungen auf der Halbinsel Krim verhaftet und nach Moskau überstellt worden war.

    ns/sb/sna   

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    Tags:
    Kreml, Normandie-Format, Gefangenenaustausch, Oleg Senzow, Kirill Wyschinski, Wolodymyr Selenskyj, Wladimir Putin, Ukraine, Russland