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01:57 12 November 2019
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    Afghaner vor Ort eines Terrorschlags in Kabul

    Taliban zu Trumps Gesprächs-Aus: USA werden „mehr als jeder andere leiden“

    © REUTERS / Omar Sobhani
    Politik
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    Als Reaktion auf eine Absage der bevorstehenden Friedensgespräche zwischen den USA und den Taliban hat die radikalislamische afghanische Bewegung am Sonntag mit menschlichen Verlusten gedroht.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Friedensverhandlungen mit den Taliban wegen eines schweren Terroranschlags in der afghanischen Hauptstadt Kabul abgebrochen.

    „Die Amerikaner werden wegen der Stornierung der Gespräche mehr als jeder andere leiden“, sagte der Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid.

    Trumps Entscheidung würde laut Mujahid zu „weiteren Verlusten von US-Leben“ führen. Allerdings wäre Washington früher oder später gezwungen, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Inzwischen würden die Taliban ihren Kampf gegen jegliche ausländische Präsenz in Afghanistan weiterhin führen.

    Wie Mujahid verlautbarte, liefen die Gespräche bis heute reibungslos – eine weitere Runde offizieller Verhandlungen sei für den 23. September anberaumt gewesen.

    Am Samstagabend (Ortszeit) schrieb Trump auf seinem Twitter, er habe separate Treffen mit den Taliban sowie mit dem afghanischen Präsidenten geplant. In letzter Minute habe er die Gespräche allerdings abgesagt, denn der jüngste Anschlag in Kabul, bei dem unter anderem ein US-Soldat getötet worden sei, sei ein Beweis dafür, dass die Taliban nicht zur Vereinbarung eines sinnvollen Abkommens fähig seien.

    Später berichteten US-Medien, dass Trump die Situation im Voraus mit seinem Sicherheitsberater John Bolton besprochen habe. Bolton soll auf die „möglichen Fallstricke“ eines eventuellen Abkommens verwiesen und die Bedingungen der Taliban als „zu vage“ bezeichnet haben.

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