18:06 30 März 2020
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    Russland sollte sich laut dem US-Verteidigungsminister Mark Esper wie ein „normales Land“ verhalten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der Verteidigungsminister Sergej Schoigu haben nun auf den „Aufruf“ des Pentagon-Chefs geantwortet.

    Lawrow hat auf Espers Äußerung mit stichelnder Ironie reagiert:

    „Er hat uns aufgerufen, uns wie ein normales Land und nicht wie die USA zu verhalten. Denn sonst müssten wir den Irak und Libyen bombardieren, was ein grober Verstoß gegen das Völkerrecht war“, sagte Lawrow in der Pressekonferenz nach einem Gespräch mit seinem französischen Amtskollegen und Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly in Moskau.

    Sollte es nach dem Wunsch Washingtons gehen, wäre Moskau gezwungen, Millionen Dollar für die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder auszugeben, wie dies der Kongress immer tue.

    Russland wäre auch gezwungen gewesen, so Lawrow, dem Beispiel der Vereinigten Staaten und deren Verbündeter zu folgen und den verfassungswidrigen Staatsstreich in der Ukraine 2014 zu unterstützen.

    Auch der russische Verteidigungsminister ließ die „Empfehlung“ seines US-amerikanischen Kollegen nicht unkommentiert. Allerdings drückte sich Schoigu wesentlich kürzer aus: „Wir bleiben wohl vorerst doch unnormal.“

    Zuvor hatte der russische Staatschef Wladimir Putin betont, es sei kontraproduktiv, mit Moskau die „Sprache der Sanktionen“ zu sprechen. Die westlichen Staaten würden Russland aller Todessünden beschuldigen, was die internationalen Beziehungen beeinträchtige.

    ta/gs/sna

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    Tags:
    USA, Russland, Sergej Lawrow