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02:46 12 November 2019
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    Estlands Innenminister Helme hält ukrainische Gastarbeiter für „Problem“

    © AP Photo / Tanel Meos
    Politik
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    Wirtschaftsmigranten aus der Ukraine, die in Estland günstigere Lebensbedingungen und höhere Löhne suchen, bringen die Ortsbevölkerung um den Job. „Die Ankömmlinge sind ein Problem“, erklärte Estlands Innenminister Mart Helme nach Angaben des Radiosenders ERR.

    „Die Migranten bleiben lange in Estland und ruinieren mit ihrem Lohndumping den örtlichen Arbeitsmarkt“, sagte Helme in einer Talkshow der ERR-Tochter ETV+, die ihre Sendungen in russischer Sprache ausstrahlt.

    „Die Migranten aus der Ukraine gehören nicht zu uns. Das sind Wirtschaftsmigranten, die in Estland günstigere Konditionen und höhere Einkünfte als in der Ukraine bekommen wollen. Diese Menschen sind für Estland ein Problem, weil sie heimischen Einwohnern die Arbeit wegnehmen und sich bereit erklären, ihren Job für niedrigere Löhne zu erledigen. Somit unterhöhlen sie den örtlichen Arbeitsmarkt als Ganzes“, sagte Helme, Chef der 2012 gegründeten rechtspopulistischen Estnischen Konservativen Volkspartei (EKRE).  

    Der Minister machte ferner darauf aufmerksam, dass die Zahl der Migranten aus Osteuropa in Estland mittlerweile auf Dutzende tausend gestiegen ist. „Obwohl die meisten Leute nach Estland kommen, um einen provisorischen Job zu bekommen, bleiben viele im Land. Statistiken zufolge ist der Anteil der Esten in den letzten Jahren ausgerechnet wegen der Migration aus Osteuropa geschrumpft. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht.

    am/

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    Tags:
    Problem, Arbeitsmarkt, Migranten, Estnische Konservative Volkspartei (EKRE), Mart Helme, Ukraine, Estland