17:50 03 August 2020
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    Der deutsche Botschafter in Peking ist formal einbestellt worden, weil sich der Aktivist der Protestbewegung in Hongkong, Joshua Wong, zuvor mit deutschen Politikern getroffen hatte.

    „Wir haben unsere tiefe Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht“, sagte der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken, sagte am Mittwoch in Berlin

    Zuvor hatten sich Bundesaußenminister Heiko Maas und andere deutsche Politiker mit Wong getroffen. Der „Zwischenfall“ werde negative Konsequenzen für die bilateralen Beziehungen der Länder haben, warnte der Botschafter.

    Peking hatte mehrfach gedrängt, Wong keine Einreise zu erlauben. Das Auswärtige Amt hatte am Vortag auf Anfrage nur erklärt, der deutsche Botschafter sei zu einem Gespräch im chinesischen Außenministerium gewesen.

    Wong war am vergangenen Montagabend in Berlin angekommen. Auf einem Fest sprach er unter anderem mit Maas. Der Aktivist der regierungskritischen Protestbewegung in Hongkong trat am Mittwoch auch in der Bundespressekonferenz auf und forderte von der Bundesregierung, Polizeigewalt und Machtmissbrauch klar zu verurteilen.

    Zudem solle Deutschland den Export von Ausrüstung an die Bereitschaftspolizei von Hongkong aussetzen.

    ta/dpa

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    Protest, Deutschland, China