20:46 28 Februar 2020
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    Vor zwanzig Jahren hat der russische Präsident Wladimir Putin versprochen, in Dagestan ein Glas Wodka zu trinken. Nun hat er sein Wort gehalten: Bei seinem Besuch in der russischen Teilrepublik am Donnerstag trank Putin aus demselben Glas, das seit 1999 für ihn aufbewahrt wurde.

    In diesen Tagen wird in der Republik der Opfer des Dagestankriegs gedacht:  Am 7. August 1999 waren Terrorkämpfer aus Tschetschenien unter Führung von Schamil Bassajew – er galt bis zu seinem Tod als der meistgesuchte Mann Russlands – und Ibn al-Chattab in das benachbarte Dagestan eingedrungen.

    ​Der Krieg dauerte knapp sechs Wochen. Damals war die dagestanische Volkswehr dem Militär zur Hilfe gekommen, um die Terroristen zu vertreiben.

    Putin hatte Dagestan im Jahr 1999 zwei Tage nach seiner Ernennung zum stellvertretenden Premierminister besucht. Der Ex-Leiter des dagestanischen Pressezentrums für Terror-Abwehr, Abdulmanap Mussajew, erinnerte sich an das Wodkaglas, das Putin damals bei seinem Treffen mit den Generälen austrinken sollte.

    “Ich war in jenem Zelt. Er (Putin – Anm. d. Red.) hielt eine Rede, dann wollten alle zuprosten und – hops! – er stellte das Glas wieder auf den Tisch und sagte: ,Trinken werden wir, wenn wir gewonnen haben‘“, so Mussajew.

    Am Donnerstag traf sich Putin mit Mitgliedern der dagestanischen Volkswehr. Er bedankte sich für die Einladung, hielt das vor 20 Jahren gegebene Versprechen und trank das Wodkaglas aus.

    Gratulationen fielen ihm an diesem Tag schwer, betonte Putin, da es damals so viele Opfer gegeben habe. Man müsse aber den Heldentum und die Tapferkeit der Beteiligten würdigen.

    ta/gs

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    Tags:
    Krieg, Dagestan