11:06 24 Februar 2020
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    Medien haben am Donnerstag landesweite Durchsuchungen bei den Anhängern des Oppositionellen Alexej Nawalny in mehr als 30 russischen Städten gemeldet. Hintergrund der Razzien ist offenbar das laufende Strafverfahren gegen Nawalnys Nichtregierungsorganisation wegen angeblicher Geldwäsche.

    „Die Durchsuchungen in den Wohnungen der Aktivisten werden aufgrund von 94 Beschlüssen des Basmannij-Gerichts in Moskau vom 4. September 2019 durchgeführt“, schrieb Pawel Tschikow, Leiter der Menschenrechtsorganisation „Agora“.

    Die Durchsuchungen erfolgen offenbar im Rahmen des Anfang August eingeleiteten Strafverfahrens gegen die Anti-Korruptionsstiftung von Nawalny. Russische Behörden werfen der Nichtregierungsorganisation Geldwäsche vor. Mitarbeiter der Stiftung hätten auf illegale Weise „eine große Geldsumme von Dritten bekommen“. Es gehe um eine Summe in Höhe von knapp einer Milliarde Rubel (13,8 Millionen Euro).

    Die russischen Behörden haben die Razzien bislang nicht kommentiert. Die Nawalny-Aktivisten vermuten hinter den Durchsuchungen eine Art Vergeltung für die angebliche Störung des Wahlkampfs der Regierungspartei „Geeintes Russland“ bei den Regionalwahlen in Russland am vergangenen Sonntag.

    ta/gs

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