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19:57 17 Oktober 2019
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    Als Schutz vor Sanktionen: Russland und Iran wollen in punkto Zahlungssystem kooperieren

    © AP Photo / Vahid Salemi, File
    Politik
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    Russland und der Iran wollen laut Juri Uschakow, dem Berater des russischen Präsidenten, eine Kooperation zwischen dem russischen Finanznachrichtensystem und dem iranischen System SEPAM knüpfen. Damit soll eine Alternative zu Zahlungen über das internationale System SWIFT geschaffen werden, um vor Sanktionen von Drittländern geschützt zu sein.

    „Um den bilateralen Handel und die Wirtschaftsbeziehungen vor Sanktionen von Drittstaaten zu schützen, werden Maßnahmen ergriffen, um Direktzahlungen auszubauen, nationale Währungen zu verwenden und eine Interaktion zwischen dem russischen Finanznachrichtensystem und dem iranischen SEPAM als Alternative zu Zahlungen über SWIFT herzustellen“, sagte Uschakow gegenüber Journalisten. 

    SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) ist eine im Jahr 1973 zur Beschleunigung des internationalen Zahlungsverkehrs sowie der Nachrichtenübermittlung gegründete Organisation. An das Zahlungssystem SWIFT sind mehr als 10.800 größere Organisationen in mehr als 200 Ländern angeschlossen.

    Die in Belgien ansässige Organisation hatte im Oktober 2014 angegeben, unter dem Druck einer Reihe von Staaten zu stehen, die von ihr die Unterstützung der Sanktionen gegen die Russische Föderation gefordert hätten. Damals kündigte SWIFT an, dem Druck nicht nachgeben zu wollen. 

    Trotzdem hatte die russische Notenbank eine Alternative zum SWIFT-System, also ein eigenes Finanznachrichtensystem (SPFS) geschaffen, um eine garantierte und unterbrechungsfreie Bereitstellung von elektronischer Nachrichtenübermittlung bezüglich von Finanztransaktionen zu gewährleisten.

    Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran hatten sich im letzten Jahr verschlechtert, nachdem sich Washington aus dem Atom-Abkommen mit Teheran zurückgezogen hatte. Zudem haben die Vereinigten Staaten erneut Sanktionen gegen die iranischen Behörden und Unternehmen verhängt.

    Als Reaktion darauf setzte der Iran auch die Umsetzung mehrerer Bestimmungen des Atomdeals aus.

    Die am Iran-Abkommen beteiligten europäischen Länder kündigten an, die Vereinbarung beibehalten zu wollen.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Zahlungssystem, Währung, SWIFT, Russland, Iran