08:37 10 August 2020
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    Die Behörden von Gibraltar haben mit der Freilassung des iranischen Tankers „Adrian Darya“ („Grace 1“) einen Fehler begangen. „Das war ein kostspieliger Fehler, die weitere Fahrt des Tankers zu ermöglichen“, erklärte Marshall Billingslea, für die Bekämpfung des Finanzterrorismus zuständiger Berater des US-Finanzministers, am Freitag in Washington.

    Das habe es ermöglicht, den Fiskus der iranischen Kräfte der Hisbollah und anderer Terrormilizen mit 100 Millionen US-Dollar zu füllen.

    „Die US-Verbündeten sollten nicht daran erinnert werden, dass man dem Iran nicht vertrauen kann“, sagte Billingslea.

    Zuvor hatte Morgan Ortagus, Sprecherin des US-State Departments, mitgeteilt, dass das Tankschiff, das Rohöl an Syrien ausliefern sollte, die syrische Küste doch erreicht habe. Die USA hätten davor gewarnt, sagte sie.

    Die Gibraltar-Behörden hatten am 4. Juli den iranischen Tanker „Grace 1“ festgesetzt. Der Mannschaft wurde vorgeworfen, die gegen Syrien verhängten Sanktionen verletzt zu haben. Der Kapitän und noch drei Besatzungsmitglieder wurden vorübergehend festgenommen.

    Nach einem Monat ließ Gibraltar den Tanker weiter fahren - trotz Warnungen der USA. Dschalil Eslami, Vizechef der iranischen Hafen- und Schifffahrtsorganisation, teilte mit, dass das Schiff nach der Freilassung einen anderen Namen bekommen hatte - „Adrian Darya“.

    am/

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