02:15 21 November 2019
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    Flüchtlinge im Mittelmeer (Symbolbild)

    Deutschland will künftig jeden vierten Bootsflüchtling aus Italien aufnehmen

    © AP Photo / Santi Palacios
    Politik
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    Deutschland ist laut Innenminister Horst Seehofer bereit, jeden vierten Bootsflüchtling aufzunehmen, der in Italien ankommt.

    „Ich habe immer gesagt, unsere Migrationspolitik ist auch human. Wir werden niemanden ertrinken lassen“, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ am Samstag.

    Sollte alles wie besprochen bleiben, „können wir 25 Prozent der aus Seenot geretteten Menschen übernehmen, die vor Italien auftauchen. Das wird unsere Migrationspolitik nicht überfordern.“

    Die Bundesregierung habe auch bisher schon etwa ein Viertel der aus der Seenot geretteten Migranten aus Italien übernommen. An diesem Schlüssel ändere sich nichts, so Seehofer. Nun sei es aber höchste Zeit, sich von dem „quälenden Prozedere“ zu verabschieden, bei dem in der Vergangenheit Flüchtlinge von jedem einlaufenden Rettungsschiff einzeln über Europa verteilt werden mussten.

    Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kamen in den zurückliegenden zwölf Monaten 561 Bootsflüchtlinge über Italien nach Deutschland.

    Quotenregelung in Sicht?

    Auf der Suche nach einer Lösung zur Verteilung von Bootsflüchtlingen innerhalb der EU könnte es bald Fortschritte geben. Am 23. September sind Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des EU-Ratsvorsitzenden Finnland sowie der EU-Kommission zu einem Treffen in die maltesische Stadt Vittoriosa eingeladen, um eine vorläufige Quotenregelung zu finden. Der Vorschlag soll im Oktober dem Europäischen Rat vorgelegt werden. Laut Seehofer erwartet man, dass sich weitere Staaten anschließen.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Aufnahme, Migranten, Mittelmeer, Horst Seehofer, Deutschland, Italien