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19:23 19 Oktober 2019
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    Annegret Kramp-Karrenbauer besucht Trainingszentrum für kurdische Soldaten im Irak

    AKK warnt vor Bundeswehr-Abzug aus Afghanistan und Irak

    © AFP 2019 / SAFIN HAMED
    Politik
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    Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Samstag in Leipzig auf einer Veranstaltung der Frauenunion vor einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und dem Irak gewarnt.

    Sie verwies zur Begründung insbesondere auf die dortige Lage von Frauen. „Meine Sorge ist, dass, wenn wir zu früh aus der Verantwortung herausgehen, wir dann innerhalb kurzer Zeit die alten, schrecklichen Bilder sehen werden“, sagte die CDU-Chefin.

    Dann könne es dazu kommen, dass in Afghanistan wieder Frauen gesteinigt und gehängt werden und Mädchen nicht mehr in die Schule dürfen. Die Politikerin erwähnte in diesem Zusammenhang die Debatte in den USA über einen Truppenabzug aus Afghanistan, der auch die Bundeswehr betreffen würde.

    Mit ähnlichen Argumenten verteidigte die CDU-Vorsitzende auch die Absprache mit der SPD, das Anti-IS-Mandat von Tornado-Flugzeugen der Bundeswehr erneut zu verlängern. Die Jets werden bei Aufklärungsflügen über Syrien und Irak im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS eingesetzt. Das Mandat umfasst auch ein Tankflugzeug sowie die Ausbildung von Sicherheitskräften durch Bundeswehrsoldaten im Irak. Nach wochenlanger Ablehnung hatte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich einer Verlängerung des am 31. Oktober auslaufenden Anti-IS-Einsatzes der in Jordanien stationierten Tornado-Flugzeuge zugestimmt.

    Kramp-Karrenbauer sagte, jesidische Frauen hätten ihr vom schrecklichen Schicksal unter IS-Herrschaft erzählt. „Hier ist internationale Solidarität gefordert unter Frauen“, betonte sie.

    msch/sb/rtr

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    Tags:
    Frauenrechte, Leipzig, Annegret Kramp-Karrenbauer, Truppenabzug, Afghanistan, Bundeswehr, Irak