21:56 06 Dezember 2019
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     Iranischer Außenminister Mohammed Dschawad Sarif

    US-Vorwürfe gegen den Iran setzen dem Krieg im Jemen kein Ende - Sarif

    © REUTERS / TT News Agency / Janerik Henriksson
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat am Sonntag auf die US-Vorwürfe reagiert, wonach Teheran hinter dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabiens größte Ölraffinerien stecken soll. Laut Sarif können die USA dem Krieg im Jemen kein Ende setzen, indem sie den Iran für alles verantwortlich machen.

    „Die USA und die von ihnen abhängigen Staaten sind im Jemen wegen der Illusionen versumpft, dass die Waffenübergelegenheit zu einem militärischen Sieg führen wird. Die Vorwürfe gegen den Iran werden der Katastrophe kein Ende setzen“, schrieb Sarif auf Twitter.

    Washingtons Politik des maximalen Drucks sei gescheitert - nun tendiere man zu maximalen Lügen.

    ​US-Vorwürfe gegen den Iran  

    Zuvor hatte US-Außenminister Mike Pompeo Teheran vorgeworfen, Ölraffinerien in Saudi-Arabien mit Drohnen angegriffen zu haben, und versprochen, Teheran zur Verantwortung zu ziehen. Das iranische Außenministerium wies Pompeos Vorwürfe als „Lüge“ zurück.  Saudi-Arabien steht an der Spitze einer Militärkoalition der arabischen Länder, die im Jemen die Regierung unterstützt und regelmäßig Luftangriffe auf die von den Huthi-Rebellen eroberten Gebiete unternimmt.

    In der Nacht auf Samstag waren in zwei Ölraffinerien Saudi-Arabiens wegen Drohnenangriffen Brände ausgebrochen. Es handelt sich um die Betriebe des staatlichen Öl- und Gasunternehmens Saudi Aramco - im Bezirk Abqaiq im Osten des Landes und in dem östlich von Riad gelegenen Bezirk Churais.

    Wie die jemenitischen Huthi-Rebellen erklärten, seien die saudischen Ölraffinerien von ihren Kämpfern mit Hilfe von zehn Drohnen angegriffen worden.

    Konflikt im Jemen

    US-Außenminister Mike Pompeo
    © AP Photo / Jim Young/Pool Image via AP
    Der Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen der schiitischen Bewegung „Ansar Allah“ und der Regierung von Jemen dauert seit 2014 an. Seit März 2015 beteiligt sich eine Reihe von arabischen Staaten, angeführt von Saudi-Arabien, an den Kämpfen auf der Seite des Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi. Seither führen die Huthi-Rebellen Schläge als Gegenmaßnahme zu den Luftangriffen auf ihre Objekte im Jemen.

    ns/mt/sna

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    Tags:
    Vorwürfe, Ende, Krieg, Drohnenangriff, Mike Pompeo, Mohammed Dschwad Sarif, Jemen, USA, Iran