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08:28 15 Oktober 2019
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    Haus auf Long Island, das dem russischen Außenministerium gehört

    Neue Vorwürfe: Russland fürchtet um Sicherheit seiner Diplomaten in USA

    © AP Photo / Alexander F. Yuan
    Politik
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    Fast drei Jahre sind vergangen, seit die USA drei Dutzend russische Diplomaten ausgewiesen haben. Nun rollt eine US-Zeitung das Thema wieder auf, um neue Vorwürfe gegen die Russen zu erheben. Die russische Botschaft befürchtet, dass dies zu Gewalttaten gegen seine Diplomaten führen kann, und appelliert an die Regierung der Vereinigten Staaten.

    Nach einem Artikel in der US-Presse, in dem russischen Diplomaten geheimdienstliche Aktivitäten vorgeworfen wurden, macht sich die russische Botschaft in Washington Sorgen um die Sicherheit ihres Personals.

    Am gestrigen Montag zitierte das Portal Yahoo News namentlich nicht genannte ehemalige US-Offizielle mit den Worten, dass einige der 2016 ausgewiesenen Diplomaten bei einer russischen Abwehroperation mitgemacht hätten. Im Ergebnis dieser Operation, bei der FBI-Computer betroffen worden sein könnten, hätten die US-Bundespolizei und der Geheimdienst CIA ihre Kontakte mit russischen Agenten abbrechen müssen.  

    Die russische Botschaft verweist in einer Stellungnahme darauf, dass die Administration Obama die Diplomatenausweisung damals mit einer „Einmischung“ in die US-Wahlen begründet habe.

    Weil sich diese Darstellung nicht mehr halte, müsse sich die US-Seite „neue Märchen“ einfallen lassen, erklärte die Botschaft auf Facebook

    Die Unterstellungen seien in dem Artikel mit keinerlei Fakten untermauert und deshalb ein „unbeholfener Versuch“, die „Wegnahme des russischen diplomatischen Eigentums zu rechtfertigen“, erklärte die Botschaft und spielte damit auf die Beschlagnahme seiner Immobilien in den USA an.

    „Die unbegründeten Anschuldigungen gegen Diplomaten und ihre Familienangehörigen, die der Artikel enthält, stellen eine direkte Bedrohung für ihre Sicherheit dar“, so die Botschaft weiter. „Weil solche provokanten Veröffentlichungen zu Gewalttaten gegen Mitarbeiter der Botschaft und ihre Angehörigen führen können, werden wir das US-Außenministerium um Erklärungen bitten.“

    Zuvor hatte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bereits die Informationen von Yahoo News als eine „Science-Fiction-Geschichte“ zurückgewiesen.

    Kurz vor dem Jahreswechsel 2016/2017 hatte der damals scheidende US-Präsident Barack Obama 35 russische Diplomaten als Agenten abgestempelt und des Landes verwiesen. Darüber hinaus ließ er eine Freizeitanlage für russische Diplomaten in Maryland schließen.

    Moskau hatte damals sieben Monate mit Gegenmaßnahmen gewartet und diese dann doch verhängt, nachdem der US-Senat weitere neue Sanktionen gegen Russland beschlossen hatte.

    sp/ae

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    Tags:
    Botschaft, Gewalt, Sicherheit, Vorwurf, Spionage, USA, Russland