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03:31 20 Oktober 2019
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    US-Flagge am Pentagon-Gebäude (Archiv)

    Pentagon: Nato verliert Überlegenheit über Russland

    © Foto: DoD/Lisa Ferdinando
    Politik
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    Der Vorsitzende Chef des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte Joseph Dunford ist auf die Ergebnisse der jüngsten Sitzung des Nato-Militärausschusses in Slowenien eingegangen und hat die angeblich von Russland ausgehende Bedrohung betont. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Webseite des US-Verteidigungsministeriums hervor.

    In einem Gespräch mit Reportern bezeichnete Dunford Russland als Konkurrenten der Nato und betonte, dass die Überlegenheit des Bündnisses gegenüber Russland „erodiert“ worden sei. Dies würden die Nato-Verteidigungsminister anerkennen, daher hätten sie im Mai eine neue Strategie der Allianz genehmigt, betonte er.

    Während des dreitägigen Treffens in Ljubljana, das am 15. September zu Ende gegangen sei, hätten die Verteidigungsminister der Allianz ein umfassendes Konzept für die Verteidigung und Abschreckung und ein grundlegendes Konzept für Nato-Operationen behandel, sagte er.

    „Wir bringen eine Kohärenz in die Planung, die innerhalb der Nato stattfindet, sowie in die gemeinsamen Anstrengungen zur Entwicklung der Fähigkeiten", äußerte Dunford.

    Dunfords Äußerung sei nicht ernst zu nehmen, sagte der russische Politologe Konstantin Blochin vom Zentrum für Sicherheitsstudien der Russischen Akademie der Wissenschaften gegenüber Sputnik.

    „Der gemeinsame Verteidigungsetat der Nato-Länder ist 20 Mal Größer als der russische Verteidigungshaushalt“, erinnerte er das Publikum. „Sie sind unaufrichtig, wenn sie behaupten, sie hätten ihre Überlegenheit verloren – sie tun das, um ihre Rüstungsindustrien, vor allem die Rüstungsindustrie der USA noch mehr zu fördern“, sagte Blochin.

    Zudem sei der Westen heutzutage bei allen Hauptthemen gespalten, die einzige Grundlage für das Zusammenschließen sei das antirussische Thema. Nach dem Zerfall der UdSSR habe der Westen plötzlich keinen Hautgegner mehr gehabt und Russland für diese Rolle gewählt.

    „Das ist ein Vorwand für sie, ihre Militärpräsenz in verschiedenen Regionen aufrecht zu erhalten und das Netz ihrer Militärbasen zu rechtfertigen. Und sie werden selbstverständlich versuchen, ihren Verteidigungshaushalt in die Höhe zu treiben“.

    Zuvor hatte der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper behauptet, Russland sei den USA angeblich bei der „hybriden Stellvertreterkriegsführung“ deutlich überlegen. Die USA seien zu dieser neuen Form der Kampfführung nicht bereit und müssten ihre Pläne korrigieren, äußerte der Minister.

    Ende Mai hatte der Nato-Militärausschuss eine neue Strategie verabschiedetet, die auf die „Anpassung des Nordatlantischen Bündnisses an die immer komplizierteren Sicherheitsherausforderungen“ sowie auf die Festsetzung der Kriterien für eine „wirkungsvolle Abschreckung und Verteidigung“, des Entscheidungsprozesses, der zukünftigen Pläne und der „Abgestimmtheit der gemeinsamen Bemühungen“ abzielen sollte. Details der Strategie wurden jedoch nicht veröffentlicht.

    Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte geäußert, die neue Strategie der Allianz sei auf die angebliche „nukleare Bedrohung“ von Seiten Russlands sowie auf die neuen Herausforderungen im Osten und Süden zurückzuführen.

    asch/gs/sna

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    Tags:
    Überlegenheit, Bedrohung, Gefahr, USA, NATO, Russland, Joseph Dunford