07:13 06 Dezember 2019
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    US-Botschaft in Kuba

    Rätsel um kranke US-Diplomaten in Kuba: Forscher wollen Antwort gefunden haben

    © AP Photo / Ramon Espinosa
    Politik
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    Bis heute bleibt das Rätsel um die in Kuba erkrankten US-amerikanischen und kanadischen Diplomaten ungelöst. Unter Verdacht haben bisher geheime „Schallwaffen“ der Kubaner (oder gar Russen) oder einfache Heuschrecken gestanden. Nun glauben Forscher, den Grund zu kennen: Die Beschwerden der Diplomaten seien womöglich mit Pestiziden zu erklären.

    Die entsprechende Studie der Dalhousie University für das kanadische Außenministerium wurde vom Sender Radio-Canada am Donnerstag veröffentlicht. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass Neurotoxine die Symptome verursacht haben könnten. Solche Nervengifte seien etwa in Pestiziden enthalten, die in Kuba zur Insektenvernichtung eingesetzt würden.

    Ab 2016 sei das Land rigoros gegen Moskitos vorgegangen, um die Verbreitung des Zika-Virus zu verhindern. Auch die Büros der Diplomaten seien mit diesen Mitteln behandelt worden. Die Forscher wollen nun mit den Behörden in Kuba zusammenarbeiten, um herauszufinden, ob auch in der einheimischen Bevölkerung ähnliche Krankheitsfälle registriert worden seien.

    Supergeheime Schallwaffen? Insekten?

    Etwa seit 2016 haben sich die in Havanna lebenden Diplomaten aus den USA und Kanada über rätselhafte Kopfschmerzen, Hörverlust, Schwindel und Übelkeit beschwert. Zunächst wurden geheime „akustische Waffen“ vermutet, die gegen die Diplomaten eingesetzt wurden. Die Regierung in Kuba wies diese Anschuldigungen entschieden zurück. Später hieß es, Insekten wie Grillen seien vielleicht für die Symptome verantwortlich.

    ta/ae

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